Anhörungen zum Kapitolsturm:"Es hat mein Leben auf den Kopf gestellt"

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Shaye Moss, eine Wahlhelferin in Georgia, geriet ins Fadenkreuz des damaligen US-Präsidenten. (Foto: Kevin Dietsch/AFP)

Bereits zwei Tage nach der verlorenen Wahl begannen die Anwälte des damaligen US-Präsidenten, den Putsch zu planen. Wer sich entgegenstellte, wurde brutal angegriffen, selbst einfache Wahlhelferinnen bekamen Morddrohungen von Trump-Fans.

Von Fabian Fellmann, Washington

Das Instrument, mit dem die große Wahlmanipulation begangen worden sein soll - am Ende entpuppte es sich als ein simples Ingwer-Bonbon. Nach mehr als zwei Stunden Anhörung im US-Kongress lieferte diese Anekdote mit Süßigkeit am Dienstag das perfekte Beispiel dafür, wie ruchlos Donald Trump und seine Entourage 2020 Gerüchte über Wahlfälschungen gestreut hatten. Der Parlamentsausschuss zur Untersuchung der Ereignisse vom 6. Januar 2021 hat eine Reihe von Wahlverantwortlichen aus mehreren Bundesstaaten befragt, die erzählten, wie Donald Trump sie unter Druck gesetzt und ihr Leben zur Hölle gemacht hatte. Dabei waren auch die, die mit einem Ingwer-Bonbon den öffentlichen Furor des Präsidenten auf sich zogen.

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