Zwischenfall bei Korean Air Königin der Nüsse

Cho Hyun-Ah, Vizechefin der Korean Air, hat sich an Bord über falsch servierte Nüsschen beschwert und löste damit einen Eklat aus.

(Foto: AP)

Mit einer Beschwerde hat die Vize-Chefin der Korean Air einen Eklat ausgelöst. Ein Flugzeug musste zum Gate zurückkehren, weil ein Snack kurz vor dem Start nicht korrekt serviert wurde. Jetzt muss die Managerin die Konsequenzen für ihr Verhalten tragen.

Die Nüsse der Macadamia-Pflanze, lateinisch macadamia tetraphylla, gelten zwar als sehr wohlschmeckend, sind allerdings bei Anbau, Ernte und Verarbeitung ziemlich schwierig zu handhaben. Wochenlang müssen sie getrocknet werden, damit sich die dicke Schale besser knacken lässt. Weil sie so edel und teuer ist, wird die Macadamia-Nuss daher auch Königin der Nüsse genannt.

Auf königliche Behandlung bestand auch Cho Hyun Ah, Vorstandsmitglied der Fluggesellschaft Korean Air und außerdem Tochter des Firmenchefs. Der Vorfall ereignete sich in einer Maschine am New Yorker Flughafen. Kurz vor dem Start nach Seoul servierte die Crew den Passagieren Nüsschen, auch Cho, die standesgemäß in der ersten Klasse Platz genommen hatte, erhielt eine Portion.

Nun wagte eine Flugbegleiterin es allerdings, jene Macadamia-Nüsschen in einer ordinären Tüte zu servieren, und nicht in einer Schale, so wie das nach den First-Class-Richtlinien der Airline eigentlich vorgesehen ist. Cho stellte die Crew zur Rede, es entwickelte sich ein hitziges Streitgespräch, über vorschriftsmäßigen Bordservice und über die Unfähigkeit, die Firmenstandards korrekt umzusetzen.

Cho bestand außerdem darauf, dass der Chefsteward das Flugzeug sofort zu verlassen habe. Dazu musste die Maschine von der Startbahn wieder zur Rampe zurückkehren. Erst mit 20 Minuten Verspätung konnte sie abheben.

In ihrer Heimat stieß Cho danach auf heftige Kritik. Sogar das Transportministerium ermittelt gegen sie. Es geht um die Frage, ob die Vorstandsfrau mit dem Eklat die Flugsicherheit gefährdet hat. Inzwischen hat sie Konsequenzen gezogen und ist von ihrem Posten zurückgetreten. Auch eine Entschuldigung ließ Cho folgen: "Ich bitte all diejenigen um Verzeihung, die ich durch mein Verhalten verletzt habe".

Die Affäre geht jetzt möglicherweise als Nut-Gate in die Geschichte ein.