Zwangsprostitution:„Loverboy“ zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt

Die Aufschrift „Landgericht Düsseldorf“ steht am Gebäude des Landgerichts. (Foto: Martin Gerten/dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Düsseldorf/Regensburg (dpa) - Wegen Zwangsprostitution und ausbeuterischer Zuhälterei hat das Düsseldorfer Landgericht einen sogenannten „Loverboy“ zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 35-Jährige aus Langenfeld muss außerdem 14.000 Euro an eine junge Frau zahlen, entschied das Gericht am Dienstag. Zusätzlich erhält sie 11.000 Euro aus der Versteigerung von zwei beschlagnahmten Autos ihres Peinigers. Der hatte die damalige Berufsschülerin aus Regensburg zur Prostitution gezwungen. In die Strafe floss eine ältere Verurteilung wegen Körperverletzung ein.

Der 35-Jährige hat nach Überzeugung des Gerichts vor sechs Jahren die damals 18-Jährige über Instagram kennengelernt und als „Loverboy“ in die Prostitution gelockt. Die inzwischen 23-Jährige konnte im Juli 2019 nach monatelangem Martyrium fliehen und zeigte ihren Peiniger an.

Laut Anklage hatte die Frau innerhalb von zehn Monaten über 84.000 Euro „anschaffen“ und ganz überwiegend an ihren Zuhälter abgeben müssen. Von dem Geld soll der Vater von fünf Kindern und Sozialhilfeempfänger einen VW-Touran gekauft haben.

Als „Loverboy-Masche“ bezeichnen es Ermittler, wenn Frauen von Männern die große Liebe vorgespielt wird - um sie in ein emotionales Abhängigkeitsverhältnis zu bringen. Der 35-Jährige soll allerdings auch Gewalt angetan und damit gedroht haben, die Mutter der Berufsschülerin umzubringen, wenn sie den Freiern nicht jeden Wunsch erfüllt.

© dpa-infocom, dpa:240312-99-314096/3

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