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Deutsch-tschechisches Grenzgebiet:Tote und Verletzte bei Zugunglück im Erzgebirge

Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet

Rettungskräfte nach dem Zugunglück am tschechischen Bahnhof Pernink.

(Foto: Bernd März/dpa)

Zwei Züge sind unterwegs zwischen Sachsen und Tschechien, als sie auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammenstoßen. Einer der beiden Toten ist der Polizei zufolge ein deutscher Staatsbürger. Die Unglücksstelle mitten im Erzgebirge ist nur schwer zugänglich.

Nach dem tödlichen Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland steht die Suche nach der Ursache im Mittelpunkt. Zwei Personenzüge waren am Dienstagnachmittag auf einer eingleisigen Strecke im Erzgebirge frontal ineinander gefahren.

Bei dem Unfall kam ein Deutscher ums Leben, wie eine Sprecherin der Polizei in Karlsbad (Karlovy Vary) bestätigte. Auch ein Tscheche starb bei der Kollision. Nach einer letzten Bilanz des Rettungsdienstes wurden zudem 9 Menschen schwer und 15 leicht verletzt. "Es ist offensichtlich, dass es zu menschlichem Versagen gekommen ist", sagte der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek dem Sender CT. Er war noch am Abend an den Unglücksort geeilt.

Die Polizei nahm einen der beiden Lokführer fest. Der Verdacht laute auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann soll nach ersten Erkenntnissen zu früh losgefahren sein. Er habe neben den Gleisen gesessen und gesagt "Was habe ich nur getan, was habe ich nur getan", berichtete ein Augenzeuge der Zeitung Pravo. Auch die Eisenbahninspektion nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet

Pernink: Die verunglückten Züge stehen ineinander verkeilt auf einem Gleis.

(Foto: Slavomír Kubeö/dpa)

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Viele der Reisenden wollten einen Ausflug in die Berge machen. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Die beiden Züge sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink (Bärringen) und Nove Hamry (Neu Hammer) war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Die Feuerwehr musste die Verletzten über die Gleise zu Fuß in den nächsten Bahnhof tragen. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, darunter auch einer aus Sachsen, um die Schwerverletzten in Kliniken zu bringen. Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren.

Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlovy Vary (Karlsbad), Radek Hes, am Dienstagnachmittag. Es gebe 20 bis 30 Verletzte, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger.

Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen.

Betrieben wird dieser Teil der Trasse von der staatlichen tschechischen Eisenbahn (CD). Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, darunter auch einer aus Sachsen. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Feuerwehr musste die Verletzten wegen des unzugänglichen Geländes über die Gleise zu Fuß in den nächsten Bahnhof tragen. Die Krankenhäuser der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren. Im umliegenden Wald wurde nach Verletzten gesucht, die möglicherweise unter Schock weggerannt waren. Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek sowie der Direktor der Eisenbahnverwaltung, Jiri Svoboda, waren am Abend am Unglücksort.

© SZ/ick/bix

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