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Zollfahndung:Drogen in Millionenwert entdeckt

Fahnder sind in mehreren deutschen Orten Drogenschmuggler ins Netz gegangen. Dabei stellten sie Rauschgift im Wert von mehreren Millionen Euro sicher.

Fahndern sind gleich mehrere Schläge gegen Drogenschmuggler gelungen: In Bremerhaven hat der Zoll hochreines Kokain im Schwarzmarktwert von mehreren Millionen Euro in importierten Automotoren aus Uruguay sichergestellt. In einem Container wurden nach Angaben des Zolls vom Donnerstag 122 Kilogramm Kokain entdeckt.

Bei weiteren Ermittlungen seien in Polen noch einmal 33 Kilogramm sichergestellt worden. Die Motoren seien für ein Unternehmen in Dresden bestimmt gewesen. Dort und in Polen seien vier Tatverdächtige festgenommen worden.

In Frankfurt wurde ein 28-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz gefasst, der innerhalb eines Jahres Drogen mit einem Straßenverkaufswert von rund 3,2 Millionen Euro aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt hat. Der bereits im Januar festgenommene Mann sei geständig, teilte das Zollfahndungsamt mit.

Gegen 18 mutmaßliche Komplizen - Kuriere und Unterhändler - seien inzwischen Haftbefehle erlassen worden, von denen zwei außer Vollzug gesetzt wurden, hieß es weiter. Insgesamt gerieten 170 Menschen ins Visier der Ermittler. "Der Rundumschlag ist noch nicht beendet", sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamts.

Nach Darstellung der Ermittler soll der 28-Jährige insgesamt 120 Kilogramm Marihuana, 106 Kilogramm Amphetamine und zweieinhalb Kilogramm Kokain sowie 20 000 Ecstasy-Pillen und 30 000 Potenz-Pillen nach Deutschland geschmuggelt haben. Mit den Taten habe er begonnen, als er Freigänger im Gefängnis war - wo er wegen Drogendelikten einsaß.

Ein einem Zug haben Zollbeamte im Gepäck eines 19 Jahre alten Mannes zwölf Kilogramm Rauschgift im Wert von 220.000 Euro gefunden. Wie das Hauptzollamt Osnabrück mitteilte, stießen die Beamte bei einer Gepäckkontrolle im Zug von Rotterdam nach Hannover auf die Tasche. Kurz zuvor war der junge Mann von der Bundespolizei zur Dienststelle gebracht worden, um die Personalien festzustellen. Er hatte bei der Gelegenheit die Tasche mit den Drogen im Zug liegen lassen. Mitreisende gaben allerdings den Tipp, dass sie ihm gehörte. Der 19-Jährige gestand im Verhör, als Drogenkurier unterwegs gewesen zu sein. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft.

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