Zermatt:Tausende Touristen in der Schweiz von Schnee eingeschlossen

Im Wintersportort Zermatt am Matterhorn sitzen 13 000 Touristen fest. Auch in anderen Dörfern kämpft man gegen die Schneemassen.

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A hotel covered in snow is seen in Zermatt resort

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Zuerst kam der Schnee. So viel, dass die Straßen von Zermatt unpassierbar und 13 000 Touristen in dem Schweizer Ort eingeschlossen wurden. Dann fiel auch noch zeitweise der Strom aus.

A man shovels snow at a hotel in Zermatt resort

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Seit Montagmorgen ist Zermatt von der Außenwelt abgeschnitten. Hier schaufelt ein Mann frei, was auch immer unter diesen Schneebergen liegen mag. Am Dienstagnachmittag wurde eine Luftbrücke eingerichtet, um Touristen, die dies wollten, mit einem dreiminütigen Hubschrauberflug in den nahegelegenen Ort Täsch zu bringen. Etwa 100 Personen können einem Polizeibeamten zufolge pro Stunde abtransportiert werden.

A train clears snow from a railway in Zermatt resort

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Denn nicht nur die Straßen sind zu, auch die Bergbahn fährt nicht mehr. Laut dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) sind in der Region innerhalb von 24 Stunden mindestens 80 Zentimeter Schnee gefallen. Derzeit besteht die höchste Lawinen-Gefahrstufe. Viel Schnee in den vergangenen Wochen und anschließend Föhn mit höheren Temperaturen und Regen machten die Lage so gefährlich. Für die Einwohner bestehe aber keine akute Gefahr.

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Die dürfen zurzeit sowieso nicht raus auf die Pisten und Wanderwege. Mit Baggern werden die Schneemassen in Zermatt beiseite geräumt. Ein örtlicher Hotelier sagte, die Behörden führten kontrollierte Explosionen durch, um die Schneeberge zu beseitigen.

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Zu beunruhigen scheint die Lage aber kaum jemanden. Laut Janine Imesch von Zermatt Tourismus sei die Stimmung gut, sogar "ein bisschen romantisch".

Bewohner in im Schweizer Visp fliehen vor Schlammlawine

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Nicht nur Schnee sorgt für Lawinen, der Dauerregen der vergangenen Tagen hat die Erde aufgeweicht. In dem Ort Visp, etwa 30 Kilometer nördlich von Zermatt, gab es vergangene Nacht eine Schlammlawine. 20 Personen mussten daraufhin in Sicherheit gebracht werden. Zu größeren Schäden kam es aber nicht.

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Zermatt liegt in der Nähe des berühmten Matterhorns. Bis hier wieder so grüne Wiesen zu sehen sind, wie auf dem Bild, dürfte es aber noch etwas dauern. Für Dienstagabend und den Mittwoch sagen Meteorologen weiteren Schneefall voraus. Es soll aber freundlicher werden und die Lawinengefahr abnehmen.

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Am Dienstagabend teilte ein Mitarbeiter der durch die Schneefälle unterbrochenen Matterhorn-Gotthard-Bahn mit, dass die Bahnstrecke nach Zermatt durch kontrollierte Lawinensprengungen wieder zugänglich gemacht werden solle. Durch diese Maßnahme soll der Ort zumindest mit dem Zug wieder erreichbar sein.

© SZ.de/ap/afp/dpa/eca/bix
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