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Wuppertal:Mithäftling erwürgt

In der JVA Wuppertal-Ronsdorf hat ein 18-Jähriger einen 20-jährigen Mithäftling im Streit um 40 Euro getötet.

Ein 18-Jähriger hat in der Haftanstalt Wuppertal-Ronsdorf offenbar einen 20-jährigen Mithäftling erwürgt. Nach ersten Erkenntnissen ging es um 40 Euro Spielschulden, wie der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Donnerstag sagte. Der Beschuldigte habe die Tat gestanden und sei in ein anderes Gefängnis verlegt worden. Dem Minister zufolge trafen sich die beiden Häftlinge in der Zelle des 18-Jährigen; die Gefangenen dürfen sich zusammen einschließen lassen, um ihre Freizeit gemeinsam zu verbringen. Beim Kartenspielen kam es zum Streit, als es um die Begleichung von Spielschulden ging. Bei der folgenden tätlichen Auseinandersetzung habe der 18-Jährige seinen Mithäftling erwürgt. Gut eine halbe Stunde nach Beginn des Treffens rief der 18-Jährige um Hilfe, es sei "etwas Schlimmes passiert". Der Notarzt konnte das Opfer nicht retten. Der 18-Jährige sitzt seit September wegen Raub, Einbruchdiebstahl und vorsätzlicher Brandstiftung in der JVA Wuppertal-Ronsdorf. Das Opfer, 1995 geboren, war wegen Waffendiebstahls seit März inhaftiert.