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World Surf League:Hai attackiert Surf-Weltmeister

  • Ein Hai greift den mehrfachen Surf-Weltmeister Mick Fanning an.
  • Der Australier wehrt sich und bleibt unverletzt.
  • Es ist der erste Haiangriff in der Geschichte der World Surf League.

Von Christian Helten

Beim Surfcontest "Jeffreys Bay Open" in Südafrika hat ein Hai den dreifachen Weltmeister Mick Fanning angegriffen. Der Australier blieb unverletzt, das Finale musste aber abgebrochen werden. Es war das erste Mal in der Geschichte der World Surf League (WSL), einer Art Formel-1-Tour der weltbesten Surfer, dass ein Profisurfer während eines laufenden Wettbewerbs von einem Hai angegriffen wurde.

Das 40-minütige Finale mit zwei Surfern lief erst seit vier Minuten. Fannings Gegner Julian Wilson (ebenfalls aus Australien) hatte bereits eine Welle gesurft. Fanning selbst wartete auf eine geeignete Welle, als ein Hai ihn attackierte und vom Brett stieß (hier ein Video von dem Vorfall).

Fanning konnte sein Surfbrett zwischen sich und den Hai bringen und ihn mit Schlägen abwehren, woraufhin der Raubfisch davonschwamm. Die "Water Patrol", die mit Booten und Jetskis im Wasser die Sicherheit der Surfer überwacht, war innerhalb weniger Sekunden bei den Surfern und holte sie an Bord.

Dort berichtete Fanning überraschend gefasst von der Attacke: "Ich saß da und spürte plötzlich, wie etwas sich in meiner Leash verfing und daran riss. (Die Leash ist die Fangleine, mit der Surfer das Brett an ihrem Fuß befestigen, d. Red.) Ich fing intuitiv an, mich dagegen zu wehren. Dann nahm er sich mein Brett vor. Ich trat und schrie und schlug ihn in den Rücken."

Das Finale wurde sofort abgebrochen und wird auch nicht nachgeholt. Die beiden Finalisten teilen sich das Preisgeld und die Punkte.

Jeffreys Bay liegt an der Südostküste Südafrikas, die bekannt dafür ist, Heimat einer großen Haipopulation zu sein.

© SZ.de//woja/hgn
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