Diskriminierung und Sprache:Warum niemand mehr "woke" sein will

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Diskriminierung und Sprache: Darf sich ein Mensch als woke bezeichnen, der selbst nie erlebt hat, wie es ist, diskriminiert zu werden? Das ist eine der vielen Fragen, die um den Begriff kreisen.

Darf sich ein Mensch als woke bezeichnen, der selbst nie erlebt hat, wie es ist, diskriminiert zu werden? Das ist eine der vielen Fragen, die um den Begriff kreisen.

(Foto: Daniel Leal-Olivas/AFP)

Das Adjektiv "woke" hat seit seiner Entstehung einiges mitgemacht. Der Linguist Anatol Stefanowitsch erklärt, wie ein Widerstandsbegriff der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zum Schmähwort werden konnte.

Interview von Violetta Simon

Als 2014 in Ferguson im Bundesstaat Missouri ein US-Polizist einen schwarzen Jugendlichen erschoss, wurde in den sozialen Medien der Hashtag #StayWoke zum Schlagwort des Widerstands. Im Zuge dessen ist das Adjektiv woke auch in die deutsche Sprache eingegangen, allerdings eher mit einem negativen Kontext, als Beschimpfung für "woke Linke", die sich als moralisch Überlegene aufspielen. Den Sprachwissenschaftler und Anglisten Anatol Stefanowitsch, Professor an der Freien Universität Berlin, erinnert das an Begriffe wie Moralapostel oder Gutmensch. Der Experte für politisch korrekte Sprache erklärt, warum niemand mehr woke sein will.

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