Wohnungslosigkeit:"Außer meinen Sohn habe ich niemanden mehr"

Lesezeit: 6 min

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(Foto: Illustration Jessy Asmus)

Der IS hat versucht, sie umzubringen. Deshalb floh Narges A. mit ihrem Kind nach München. Die Sozialpädagogin Cornelia Merkle half ihr, eine Wohnung zu finden. Eine Geschichte über das Ankommen.

Von Julian Erbersdobler

Manchmal jucken die Narben heute noch. Wie Ameisen, die auf ihr herumkrabbeln. So beschreibt sie das Gefühl auf der Haut. Narges A. ist eine kleine Frau mit müden Augen, 38 Jahre alt, alleinerziehend. An diesem ungemütlichen Winterabend sitzt sie in ihrer ersten eigenen Wohnung in Deutschland, 50 Quadratmeter, dritter Stock, irgendwo in München. Die Ameisen erinnern sie an ihr altes Leben in Libyen, aber auch an den Tag, an dem sie fast gestorben wäre.

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