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WM-Spielort in Brasilien:Tote bei Brückeneinsturz in Belo Horizonte

Ein schweres Unglück schockiert den WM-Spielort Belo Horizonte in Brasilien. Zwei Menschen sterben, als Teile einer Brücke mehrere Fahrzeuge unter sich begraben. Die Brücke war im Zuge der Fußball-WM gebaut worden.

  • Mindestens zwei Menschen sterben beim Einsturz einer Brücke im brasilianischen WM-Spielort Belo Horizonte.
  • Nahe der Unglücksstelle wird ein WM-Halbfinale ausgetragen.
  • Die Brücke wurde erst kurz vor der Fußball-WM errichtet.

Tote bei Brückeneinsturz in Belo Horizonte

Beim Einsturz einer Straßenbrücke im Halbfinalort Belo Horizonte sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bürgermeister Márcio Lacerda bestätigte am Donnerstagabend, dass bei dem Unglück mindestens zwei Personen starben. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf etwa 20.

Die tonnenschweren Betonbauteile hatten zwei Lkw, ein Auto und teilweise einen Bus unter sich begraben. Bei einem der Todesopfer handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Busfahrerin. Auch Stunden nach dem Unglück war unklar, ob es in dem unter den Trümmern liegenden Auto weitere Tote gibt. Dies sei möglich, sagte Feuerwehrhauptmann Edgar Estevo. Es gebe aber noch keinen Zugang zu dem Fahrzeug. "Es ist auch nicht auszuschließen, dass möglicherweise ein lebendes Opfer gefunden wird."

Nahe der Unglücksstelle findet ein WM-Halbfinale statt

An der betroffenen Straßenkreuzung bot sich ein Bild der Zerstörung. Das Entsetzen stand den Menschen, die vor der Brücke noch rechtzeitig zum Halten kamen oder weit genug weg waren, ins Gesicht geschrieben. In den Bussen vor der Brücke schrien die Menschen aus Panik. Viele stiegen fassungslos aus den Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln, hielten sich die Hände vors Gesicht und schüttelten den Kopf.

Mehrere Hubschrauber kreisten über dem Unglücksort, der keine zehn Kilometer vom WM-Stadion Mineirão in Belo Horizonte entfernt ist. Dort würde die deutsche Nationalmannschaft im Falle eines Sieges gegen Frankreich am kommenden Dienstag ihr WM-Halbfinale austragen.

Brücke war Teil der Ausbauarbeiten für die WM

Die Brücke war Teil der milliardenteuren Ausbauarbeiten für den öffentlichen Nahverkehr und sollte das Netz der Schnellbusspuren der Millionenmetropole erweitern. Die Unglücksursache war Bürgermeister Lacerda zufolge am Donnerstag noch unklar. Er kündigte genaue Untersuchungen an. Die Arbeiten seien von einem renommierten Unternehmen ausgeführt worden.

Die Stadt ordnete eine dreitägige offizielle Trauer an. Staatspräsidentin Dilma Rousseff bekundete den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme. "In diesem Moment des Schmerzes gilt meine Solidarität den Familien der Opfer", schrieb sie auf Twitter.