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Wirbelsturm in USA:Aufbau in Oklahoma wird Milliarden kosten

Drei Kilometer breit ist die Schneise der Zerstörung, die der Tornado nahe Oklahoma City hinterlassen hat. Während die Suchmannschaften ihre Arbeit beenden, fängt der Wiederaufbau an. Ersten Einschätzungen zufolge soll er mehrere Milliarden Dollar kosten.

Die Schäden des verheerenden Tornados, der die Kleinstadt Moore im US-Bundesstaat Oklahoma verwüstete, dürften in die Milliarden gehen. Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Agentur Air Worldwide schätzt die Kosten für den Wiederaufbau einer ersten Bestandsaufnahme zufolge auf etwa sechs Milliarden Dollar. Die Angaben beziehen sich auf eine mehr als drei Kilometer breite Schneise, die der Tornado geschlagen hat.

Der Versicherungsbeauftragte von Oklahoma (Oklahoma Insurance Commissioner), John D. Doak, geht davon aus, dass die versicherten Schäden des Wirbelsturms von Joplin im US-Bundesstaat Missouri von vor zwei Jahren übertreffen werden. Diese lagen bei mehr als zwei Milliarden Dollar. Allerdings sind noch nicht alle Fälle beglichen.

Der Tornado war am Montagnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 320 Kilometern in der Stunde über Moore hinweggefegt. Mindestens 24 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter neun Kinder. Nach den eintägigen Aufräumarbeiten gehen die Behörden gehen davon aus, keine weiteren Leichen zu finden. Er gehe "zu 98 Prozent davon aus", dass unter den Trümmern keine weiteren Toten und Überlebenden entdeckt werden, sagte der zuständige Feuerwehrchef.

Der Sturm hatte nach Angaben der nationalen Wetterbehörde die höchste Stufe auf der in den USA gebräuchlichen Skala. Es habe sich um einen Tornado der Stärke EF5 mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 340 Stundenkilometern gehandelt. Zunächst hatte die Behörde von der zweithöchsten Stufe EF4 auf der erweiterten Fujita-Skala gesprochen.

© Süddeutsche.de/Reuters/dpa/rela/sana
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