Der Fall Winterhoff:"Die haben doch gesehen, was mit uns passiert ist"

Lesezeit: 8 min

Winterhoff

Er habe das Neuroleptikum Pipamperon nur in Einzelfällen verschrieben, sagt Michael Winterhoff (links). Neue Dokumente widerlegen nun seine Aussage.

(Foto: imago images, Rainer Stadler. Collage: SZ)

Jahrelang hat der Psychiater Michael Winterhoff Kinder mit Medikamentencocktails ruhiggestellt. Viele leiden bis heute darunter, sie fragen sich: Warum ist niemand eingeschritten?

Von Nicole Rosenbach und Rainer Stadler, Staffel

Die Reise zurück in ihre Kindheit führt Sebastian Bürger und Thorben Geruschke durch das Ahrtal, vorbei an Schutt und Mülltüten, an Überresten des Flutsommers. Das Ziel: ein grauweißes Haus im kleinen Ort Staffel. Es gehört heute der Telekom, vorher waren hier zehn Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen untergebracht, zusammen mit ihren Betreuern. Auch Bürger, 23, und Geruschke, 24, lebten bis 2014 im Leo-Lionni-Haus in Staffel - und wurden, wie sie sagen, tagtäglich "betäubt". Der Arzt, der ihnen die Medikamente verschrieb, heißt Michael Winterhoff.

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