Tiere:Stadt jagt Schildkröte

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Eine Schildkröte, nicht Blacky aus Gardelegen, schwimmt in einem See (Symbolbild). (Foto: dpa)

Blacky ist zu schnell für Gardelegen, Will Smith sieht sich von der Raupe zum Schmetterling gewandelt, und ein Zoodirektor bekommt eine Heuschrecke zum Geburtstag.

Blacky, Schildkröte, Alter unbekannt, hält Gardelegen auf Trab. Wie unter anderem die Altmark-Zeitung berichtet, häufen sich die Hinweise aus der Bevölkerung, weil im örtlichen Stadtgraben der Stadt in Sachsen-Anhalt eine große Schildkröte lebt. Dem Veterinäramt zufolge komme sie demnach „gut zurecht“, doch „auf lange Sicht“ solle versucht werden, das Tier einzufangen. Was nicht einfach ist: Die Schildkröte springt offenbar schnell ins Wasser, sobald sich Spaziergänger nähern. Das Tier, laut Altmark-Zeitung „sicher keine heimische Art“, laut Bild eine „amerikanische Schmuckschildkröte“, wurde wegen ihres schwarzen Panzers „Blacky“ genannt. Spätestens im Herbst soll Blacky demnach eingefangen werden – dann könnte es im Stadtgraben zu kalt werden.

(Foto: Getty Images for Sony Pictures)

Will Smith, 55, halb Mensch, halb Schmetterling, beschreibt seine tierische Verwandlung. Es sei die „äußerste Fähigkeit des Menschen“, sich neu zu erfinden und zu erholen, sagte Smith bei der Premiere seines neuen Films in Berlin, gut zwei Jahre nach dem Ohrfeigenskandal bei der Oscarverleihung. „Eine Raupe sein und zerfallen und sterben – und dann als Schmetterling zurückkehren.“ Smith hatte bei den Oscars 2022 Chris Rock auf der Bühne geschlagen, nachdem dieser einen Witz über Jada Pinkett Smith gemacht hatte. Will Smith entschuldigte sich später.

(Foto: dpa)

Matthias Reinschmidt, 60, Karlsruher Zoodirektor, heißt jetzt wie eine Heuschrecke. Fachleute des Naturkundemuseums Karlsruhe haben eine Heuschreckenart erstmals beschrieben und anlässlich Reinschmidts 60. Geburtstag nach dem Jubilar benannt. „Das ist sensationell“, sagte Reinschmidt. „Ich bin hin und weg. Da geht wirklich ein kleines Träumchen, ein großer Traum in Erfüllung.“ Bislang wurde den Angaben zufolge nur ein Exemplar der Art Phelene reinschmidti entdeckt – ein Weibchen im südamerikanischen Ecuador. Gefunden worden sei es schon 1993, aber erst jetzt wissenschaftlich beschrieben. Das Tier ist 1,5 Zentimeter klein. Reinschmidt bekam aber neben einer Urkunde auch ein größeres 3-D-Modell. Das Geschenk solle auch eine Auszeichnung für Reinschmidts Lebensaufgabe Artenschutz sein, sagte Museumsdirektor Martin Husemann. Zoo und Museum hatten Reinschmidt am Dienstag unter einem falschen Vorwand ins Museum gelockt und mit der Aktion überrascht.

(Foto: dpa)

Jiao Qing, 13, Pandabären-Männchen, verschmäht Eistorte. Anlässlich des 180-jährigen Bestehens des Berliner Zoos bekam der Panda eine gefrorene 180 aus Rote-Bete-Saft, die er neugierig begutachtete. Dann aber entschied er sich doch für den geliebten Bambus. Panda-Dame Meng Meng blieb lieber in ihrem Gehege.

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