bedeckt München
vgwortpixel

Wilderei-Vorwurf gegen Sido und Bushido:Ende des Fischerfriedens

Bushido und Sido haben zu ausführlich über ihr Hobby Fischen geredet - nun haben sie Ärger mit der Polizei. Denn beide haben offenbar die Angel ausgeworfen, ohne ein wichtiges Dokument zu besitzen.

Da geben sich die harten Hip-Hop-Helden mal weich, nachdenklich, fast einsichtig und nun das: Die Rapper Sido und Bushido haben sich kürzlich in einem Interview dazu bekannt, dass sie sich nicht mehr öffentlich zoffen wollen und gerne gemeinsam Fischen gehen. Das Interview im Kulturspiegel war dazu auch noch mit "Friede sei mit euch" betitelt. Ein wohl kalkulierter Stilbruch, der genauso von guten Erwachsenenmanieren wie schlauer PR für ein gemeinsames Album zeugte

Sido und Bushido stellen gemeinsames Album vor

Sido und Bushido: Aussöhnung, Angeln und Ärger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Allerdings kommt in dem Interview auch zur Sprache, dass die Herren ohne Angelschein unterwegs sind (O-Ton Bushido: "Ich habe noch nicht einmal einen Führerschein. (...) Angelscheine sind so typisch deutsch."). Die Konsequenz: Der Fischerei-Friede hat ein Ende.

Ein Leser des Interviews hat sich offenbar beim Berliner Fischereiamt beschwert. Daraufhin hat die Behörde Anzeige wegen Fischwilderei erstatt. Bushido postete auf Facebook den entsprechenden Brief der Polizei, in dem der Rapper (bürgerlicher Name: Anis Mohamed Youssef Ferchichi) zu einer Zeugenaussage aufgefordert wird. Sido wird in dem Schreiben als Beschuldigter aufgeführt.

Die Berliner Polizei wollte sich auf Anfrage der Agentur dapd zur der Anzeige nicht äußern. Ob neben Sido auch Bushido angezeigt wurde, blieb deshalb unklar. Beide haben jedenfalls in dem Interview zu Protokoll gegeben, sie hätten keinen Angelschein (Sido: "Ich habe auch keinen.").

Das formelle Schreiben dürfte deshalb für beide Beschuldigten ähnlich ausgefallen sein. Man darf gespannt sein, ob Bushido auch ähnlich transparent mit seinem Antwortschreiben an die Polizei umgeht.