Prozess in HamburgEr nannte sich „White Tiger“

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Shahriar J. alias „White Tiger“ ist kein Einzeltäter, sondern Teil eines Netzwerks namens „764“.
Shahriar J. alias „White Tiger“ ist kein Einzeltäter, sondern Teil eines Netzwerks namens „764“. (Foto: imago images; Bearbeitung: SZ)

Shahriar J. soll im Internet Kinder mit netten Chatnachrichten angelockt haben. Als sie ihm vertrauten, soll er sie gequält und einen Jungen in den Suizid getrieben haben. Und er war nicht allein – sondern Teil eines riesigen Netzwerks.

Von Sebastian Erb, Lina Verschwele und Benedikt Warmbrunn

Er führte ein Leben, das Erfolg versprach. Shahriar J., ein schlaksiger junger Mann, wohnte bei seinen Eltern in einer guten Gegend Hamburgs, wo die Häuser große Fenster haben, weiße Fassaden und hohe Zäune davor. Sein Vater, ein Unternehmer, war mit seiner Familie nach Hamburg gezogen, um den beiden Söhnen dort eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Shahriar J., der jüngere der beiden, studierte hier Medizin.

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