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Wetterbilanz:Kaltes Bayern, warmes Berlin

Die Temperatur lag 2016 über dem langjährigen Durchschnitt, aber ein Rekordjahr war's nicht.

Das Jahr 2016 ist in Deutschland deutlich zu warm gewesen. Die Temperaturrekorde der beiden Vorjahre wurden jedoch nicht erreicht. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach berichtete, lag das zu Ende gehende Jahr mit einer Durchschnittstemperatur von 9,6 Grad um 1,4 Grad über dem langjährigen Mittel. 2014 und 2015 waren jedoch im Schnitt 10,3 sowie 9,9 Grad gemessen worden. Am kältesten war es 2016 mit 8,9 Grad in Bayern, am wärmsten mit 10,5 Grad in Berlin. Beim Niederschlag und der Sonnenscheindauer fiel das Jahr durchschnittlich aus - aber mit starkem Nord-Süd-Gefälle. Besonders viel Sonne und wenig Regen bekam der Nordosten mit Brandenburg und Berlin ab. Gerade umgekehrt war es in der Mitte und im Südwesten. Am wenigsten schien die Sonne im Saarland und in Hessen. In Baden-Württemberg fiel der meiste Niederschlag.

Die höchste Temperatur des Jahres mit 37,9 Grad wurde am 27. August in Saarbrücken-Burbach gemessen. Am kältesten war es am 18. Januar in Oberstdorf: Dort sank das Thermometer in der Nacht auf minus 23,5 Grad. Zu den Wetter-Extremen des Jahres gehörten die heftigen Gewitter mit Starkregen Ende Mai und im Juni, die örtlich zu schlimmen Überflutungen führten. "Damit war in der ersten Jahreshälfte 2016 an zahlreichen DWD-Stationen schon mehr Niederschlag gefallen als im ganzen Jahr 2015", berichteten die Meteorologen. Die folgenden Monate seien dann aber regional teils viel zu trocken gewesen.