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Wetter:Supersommer bleibt noch ein paar Tage

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Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein zieht es Urlauber und Einwohner an die Strände entlang der Ostsee. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Berlin (dpa) - Es sind fantastische Hochsommertage für die einen, die anderen stöhnen unter Hitze und Schwüle - sie könnten sich dann spätestens im November danach zurücksehnen.

Zunächst wird über ganz Deutschland auch in den kommenden Tagen meistens die Sonne scheinen, die Temperaturen steigen vielerorts weiter über 30 Grad. Hin und wieder sind Gewitter vorhergesagt, die laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch mal sehr heftig ausfallen und zu Unwettern mit starkem Regen ausarten können.

Zu den Schattenseiten gehören auch vermehrt auftretende Blaualgen. So könnte deren Blüte in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden warmen Tagen weiterhin das Badevergnügen verderben. Satellitenaufnahmen zeigen große Algenvorkommen vor den Küsten Dänemarks und Mecklenburg-Vorpommerns, wie das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow am Mittwoch mitteilte. Auch in den Boddengewässern Rügens und im Stettiner Haff sind demnach Algenteppiche zu erkennen.

Es handele sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um typische Blaualgen der Gattungen Nodularia und Aphanizomenon. In den Bodden und Haffen mit höherem Süßwassergehalt komme die Gattung Microcystis vor. Bei allen drei Gattungen kann es beim Verschlucken zu Vergiftungen kommen, beim Baden zu Hautreizungen. Wer immungeschwächt ist oder offene Wunden hat, solle deshalb nicht baden gehen.

An Niedersachsens Badeseen treten derzeit ebenfalls vermehrt gesundheitsgefährdende Blaualgen auf - an mehreren wird vor ihnen gewarnt. Bei einer Laboruntersuchung waren bestimmte Blaualgen nachgewiesen worden, die nach dem Verschlucken Durchfall, Erbrechen, Schwindel und Benommenheit verursachen können. Biologisch gesehen sind Blaualgen Bakterien. Ursachen eines starken Wachstums können ein hoher Phosphatgehalt und sommerliche Temperaturen sein.

Die Badewasserqualität in Schleswig-Holstein ist während der heißen Tage gut, wird versichert. "In den schleswig-holsteinischen Badegewässern treten zur Zeit keine bakteriologische Belastungen auf", heißt es auf der Homepage der Landesregierung.

Eine weitere Schattenseite: Trockenheit - die Waldbrandgefahr steigt. So hat Brandenburg bereits in der Hälfte aller Landkreise die höchste Warnstufe ausgerufen. Wie das Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt auf seiner Internetseite mitteilte, gilt in vier Regionen die höchste Waldbrandstufe fünf. Das bedeutet unter anderem, dass die Wälder abseits der offiziellen Wege nicht mehr betreten werden dürfen. Ähnlich verhält es sich auch in anderen Gebieten.

Am Freitag soll es nordöstlich der Elbe freundlich und sonnig bleiben, im Rest des Landes bilden sich im Tagesverlauf neue Schauer und Gewitter, die laut DWD Unwetterpotenzial haben. Diesmal ist vor allem die Nordhälfte Deutschlands von Temperaturen bis 34 Grad geprägt, im Rest des Landes dürfte das Thermometer "nur" bis auf 30 Grad anzeigen. Am Samstag entspannt sich die Hitzesituation nach DWD-Angaben etwas. Die Temperaturen steigen dann noch auf 25 bis 30 Grad, am wärmsten wird es dabei im Osten.

© dpa-infocom, dpa:200812-99-142008/2

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