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Sturmtief:"Victoria" kam an "Sabine" nicht heran

Sturm Victoria - Krefeld

Feuerwehrleute in Krefeld zerlegen mit Kettensägen einen Baum.

(Foto: dpa)

Die Schäden im Westen und Norden Deutschlands halten sich in Grenzen. In Großbritannien stürmte es jedoch so heftig, dass ein Flugzeug in London-Heathrow auf dem Rasen zu stehen kam.

Ausläufer des Orkantiefs Victoria sind am Sonntag mit schweren Sturmböen über Nordrhein-Westfalen und Teile Norddeutschlands gefegt. Die Deutsche Bahn musste am Abend mehrere Strecken sperren. So wurden beispielsweise die Züge zwischen Hamburg und Berlin über Stendal umgeleitet. Bei Rheine im Münsterland stürzte ein Baum auf eine Oberleitung, etwa 200 Reisende mussten daraufhin einen Intercity verlassen. Auch bei Aachen und im Kreis Düren sowie in Billerbeck im Münsterland blockierten Bäume Bahngleise und Straßen.

Im Vergleich zu Orkan Sabine vor einer Woche sei Victoria deutlich kürzer und schwächer ausgefallen, sagte der DWD-Meteorologe. Die Feuerwehr war trotzdem wieder an vielen Orten in NRW im Einsatz. "Zusammenfassend kann man von einem vergleichsweise milden Verlauf sprechen", teilte die Feuerwehr in Bochum mit.

Die Feuerwehr in der Städteregion Aachen verzeichnete am Sonntag viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste. Zeitweise wurde die A44 gesperrt. In Bedburg-Hau am unteren Niederrhein krachte ein umgeknickter Baum auf ein parkendes Auto. Auch im nördlichen Sauerland hatte der Sturm getobt. In Dortmund prallte eine S-Bahn mit 67 Passagieren gegen einen umgefallenen Baum. Verletzt wurde dabei niemand.

Auch über Großbritannien ist am Sonntag ein schwerer Wintersturm hinweggefegt. In England haben die Behörden am Sonntag mehr als 600 Hochwasser-Warnungen herausgegeben - so viele wie noch nie zuvor an einem einzigen Tag. Hunderte Flüge fielen am Wochenende aus, vor allem bei der Airline Easyjet, aber auch etliche Flüge von British Airways. Betroffen waren Zehntausende Passagiere, von denen viele wegen der Schulferien verreisen wollten. Andere Maschinen konnten nur mit großem Geschick der Piloten landen, darunter ein Airbus A380, der Airline Etihad, der in London Heathrow wegen des starken Windes auf dem Rasen zum Stehen kam.

Etihad Airways Airbus A380 is pictured during severe crosswind landing at LondonâÄÖs Heathrow Airport

Die Etihad-Maschine beim Landeanflug.

(Foto: SPEEDBIRDTV via REUTERS)

Da exakt eine Woche zuvor bereits Sturm Ciara - in Deutschland Sabine genannt - für Überschwemmungen und extrem nasse Böden gesorgt hatte, waren die Wetterexperten besonders alarmiert. Soldaten halfen den erschöpften Einwohnern im nordenglischen Calderdale, die noch unter den Schäden des letzten Sturms leiden. In Wales wurden Bewohner mit ubschraubern und Schlauchbooten aus ihren gefluteten Häusern gerettet. Neben Wales und England waren Teile Schottlands betroffen. Helfer konnten in letzter Minute die Insassen eines im Wasser treibenden Fahrzeugs befreien.

© SZ.de/dpa/olkl
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