Wetter:Orkan nähert sich Deutschland

Lesezeit: 1 min

Wetter: Sturmtief "Ignatz" zog im Oktober über Deutschland, nun könnte es erneut ungemütlich werden.

Sturmtief "Ignatz" zog im Oktober über Deutschland, nun könnte es erneut ungemütlich werden.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Am Wochenende soll der Sturm mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde auf die deutschen Küsten treffen. Das ungemütliche Wetter hält sich voraussichtlich bis zum Wochenanfang.

Ein Sturm trifft nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag auf Deutschland. Vor allem an der Nord- und Ostsee sowie auf den Gipfeln der nördlichen Mittelgebirge kann er Orkanstärke mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erreichen.

Einem DWD-Meteorologe zufolge ziehen die ersten Vorboten des Sturmtiefs bereits im Laufe des Samstags über die Küste hinweg südostwärts. Entsprechend nimmt der Wind bis weit ins Binnenland hinein stetig zu. Dort erwartet der DWD Windstärke 11 mit Geschwindigkeiten von 80 bis 110 Kilometern pro Stunde.

Über den rund 1140 Meter hohen Brocken im Harz soll der Orkan sogar mit 130 bis 140 Kilometern pro Stunde fegen. Die Harzer Schmalspurbahn schickt vorsorglich keine Züge mehr auf den Brocken. Zudem entfielen am Freitag Zugfahrten von Wernigerode nach Drei Annen Hohne und zurück, weil auf der Strecke ein Baum samt Wurzelscheibe umgestürzt ist.

Das stürmische Wetter hält sich voraussichtlich bis zum Montag. Dabei gibt es am Samstag auch immer wieder Regen-, Schnee- und Graupelschauer bei Tageshöchsttemperaturen von bis zu elf Grad. Am Sonntag gehen die Temperaturen etwas zurück.

Am Donnerstagabend war die Lage trotz angekündigter Sturmflut an der deutschen Nordseeküste im Rahmen geblieben. Eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) teilte mit, dass die Höchststände teilweise "durchaus auch etwas geringer" ausfielen als vorhergesagt. Auf dem Hamburger Fischmarkt, der bei ähnlichen Lagen häufiger überschwemmt wird, sei das Wasser nur etwas übergeschwappt, berichteten Passanten.

Über den Strand vor den Schutzdünen am Langeooger Pirolatal zieht sich seit Donnerstag eine deutliche, rund 500 Meter lange Abbruchkante. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gab aber Entwarnung. Eine Gefahr für Langeoog und die Süßwasserlinse im Inselinneren, die das Trinkwasserreservoir bildet, bestehe nicht. Die Abbruchkante sei vielmehr ein zu erwartendes Ergebnis nach den letzten Sandaufspülungen am Strand vor den Dünen.

Am Donnerstag waren an der Küste Windstärken bis 8, in Böen bis zu 10 erwartet worden. Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

Zur SZ-Startseite
Wetter 2021 Jahresbilanz Teaser Social Bilder

SZ PlusJahresbilanz
:Wie sich das Wetter verändert

Ein eiskalter April, historischer Starkregen und ein mildes Silvester: War 2021 ein ungewöhnliches Wetterjahr? Finden Sie es heraus - mit dem interaktiven Wetter-Dashboard.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB