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Wetter - Potsdam:Schwierige Wassersituation: Entnahmeverbot in Südbrandenburg

Potsdam (dpa/bb) - Die anhaltende Trockenheit hat die Wassersituation in Brandenburg verschärft und weitere Maßnahmen vor allem im Süden des Landes nach sich gezogen. In mehreren Landkreisen gibt es laut dem Umweltministerium seit vergangener Woche ein Entnahme-Verbot für Wasser. In den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster darf zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr aus Flüssen und Seen kein Wasser mehr gepumpt werden. Auch im Barnim sei die Regelung umgesetzt worden, sagte der Leiter der Abteilung Wasser und Boden, Kurt Augustin, am Montag.

Augustin zufolge werde zudem geprüft, ob ab Mittwoch der Betrieb an den Schleusen Leibsch, Krausnicker Strom und Wasserburg im Spreewald eingestellt wird. Zwar sei die Trinkwasser-Versorgung in Brandenburg weiterhin nicht gefährdet. Allerdings rief das Ministerium dazu auf, sparsamer mit Wasser umzugehen. "Es muss in einer solchen Situation gefragt werden, ob es wirklich notwendig ist, einen Golfplatz oder Sportplatz zu berieseln." Auch Privatleute sollten prüfen, ob der Rasen gesprengt werden und das Auto jede Woche gewaschen werden müsse.

Augustin sprach von einer angespannten Situation, die sich in den letzten Tagen weiter verschärft habe. "In einigen Fließgewässern befinden wir uns in einer extremen Niedrigwasserphase." An dem Pegel Leibsch, bei dem die Abflüsse der Spree aus dem Spreewald gemessen werden, wurde am Montag ein Wasserabfluss von 0,7 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Der Mindestabfluss liegt dort bei 2,5 Kubikmeter pro Sekunde - ab einem niedrigerem Wert wird von extremem Niedrigwasser gesprochen. Aus der Talsperre Spremberg wird der Spree Wasser hinzugegeben. Regnet es weiterhin nicht, reichen die Reserven dort noch für die nächsten 50 Tage.