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Wetter:Dieser Winter war warm und nass

Winter an der Oder

Die Oder im Winter.

(Foto: dpa)

Ein so kaltes Februar-Ende sei zwar ungewöhnlich, sagt der Deutsche Wetterdienst. Insgesamt mussten die Deutschen in diesem Winter aber wenig frieren und Schnee schippen.

Wer in den vergangenen Tagen nach draußen gegangen ist, dürfte es anders empfunden haben: Tatsächlich war dieser Winter aber insgesamt mild, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Bilanz am Dienstag mitteilte. Demnach lag die Durchschnittstemperatur bei 1,6 Grad. Erst Ende Februar habe sich dann "nochmals ein Schwall eisiger Kaltluft aus dem Osten und Nordosten Europas" auf den Weg nach Deutschland gemacht.

Alles in allem mussten die Deutschen in diesem Winter also wenig frieren und Schnee schippen. Stattdessen gab es: viel Regen. Dezember, Januar und Februar waren im Vergleich zu vergangenen Wintern eher zu nass. Etwa 195 Liter regnete es pro Quadratmeter, neun Prozent über dem Durchschnitt. Als Ausgleich gab es aber auch viel Sonne: 170 Stunden, das sind zehn Prozent über dem Durchschnitt. Der Januar war in Baden-Württemberg sogar der wärmste und niederschlagreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor 137 Jahren.

Ein so frostiges Februar-Ende wie jetzt sei ungewöhnlich, hieß es vom DWD. Die Nacht zum Dienstag war in Deutschland die kälteste Nacht des Winters. Auf der Zugspitze wurde sogar ein neuer Temperaturrekord geknackt: minus 30,5 Grad Celsius. Das ist der niedrigste jemals Ende Februar gemessene Wert.

Auch sonst war es sehr kalt in Deutschland. Im Süden Bayerns oder im Norden Hessens lagen die Temperaturen laut DWD bei minus 17 Grad. Es kam zu zahlreichen Verkehrsunfällen, Züge und Busse fielen aus. Auch in den kommenden Tagen müssen die Deutschen weiter frieren. Vor allem in den Nächten sind zweistellige Minusgrade möglich. Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang, pünktlich dazu sollen dann auch die Temperaturen milder werden.

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