Auch der Wasserstand des Bodensees hat einen niedrigen Wert erreicht. Er betrug am Pegel Konstanz am Donnerstagvormittag 2,88 Meter, allerdings noch deutlich über dem niedrigsten Stand im Zeitraum 1980 bis 2010. Dieser lag bei 2,29 Meter am 15. Februar 2006.

Bei wenig Wasser ist im Bodensee in diesem Jahr eine neue Insel entstanden. Die etwa 50 mal 2000 Meter große Sandinsel bildete sich aus Ablagerungen nach der Mündung des Alpenrheins, wie die Internationale Rheinregulierung in St. Margrethen in der Schweiz mitteilte. Dass es 2018 keine Hochwasser gab, habe die Entwicklung begünstigt. "Da hat die Dynamik gefehlt, die Ablagerungen raus in den tieferen See zu tragen", erklärte Mathias Speckle, der für den Bodensee-Hochwasserschutz in Österreich verantwortlich ist. Wegen des ungewöhnlich niedrigen Wasserstandes sei die Insel in den Ausmaßen von etwa 200 Metern Länge und 50 Metern Breite seit einigen Monaten gut zu sehen.

Bild: dpa 19. Oktober 2018, 09:042018-10-19 09:04:55 © SZ.de/dpa/pvn/eca