Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Eisglätte legt Flughäfen Wien und Bratislava lahm
Notaufnahmen durch Glätte-Unfälle "extrem belastet"
Ein Toter bei Unfällen auf spiegelglatter A6
Jugendlicher will Schnee von Stromleitung räumen und stirbt
Regionalbahn entgleist bei Eis und Schnee
Amelie Schmidt
Mildere Temperaturen vertreiben vielerorts das Glatteis
Nachdem in Teilen Ostdeutschlands am Morgen noch Glatteisgefahr herrschte, setzen sich nun die milderen Temperaturen nach und nach durch. Statt Eis und Schnee kommt vielerorts Regen und stellenweise zweistellige Temperaturen. Lediglich im Südosten und im Norden ruft der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine leichte Wetterwarnung der ersten Stufe aus.
Wegen der starken Glatteisgefahr war am frühen Morgen in manchen Landkreisen der Präsenzunterricht ausgefallen. Mancherorts konnten Schulbusse nicht fahren. In der Nacht war dort Regen oft in gefrierenden Regen übergegangen, auch der Nordosten Bayerns war betroffen. Hier gab es zahlreiche Glätte-Unfälle. Die A9 bei Bayreuth etwa war nach neun Unfällen in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. In Oberfranken wurden 13 Menschen bei einer Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen verletzt.
Wegen der starken Glatteisgefahr war am frühen Morgen in manchen Landkreisen der Präsenzunterricht ausgefallen. Mancherorts konnten Schulbusse nicht fahren. In der Nacht war dort Regen oft in gefrierenden Regen übergegangen, auch der Nordosten Bayerns war betroffen. Hier gab es zahlreiche Glätte-Unfälle. Die A9 bei Bayreuth etwa war nach neun Unfällen in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. In Oberfranken wurden 13 Menschen bei einer Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen verletzt.
Amelie Schmidt
Eisglätte legt Flughäfen Wien und Bratislava lahm
Am Flughafen Wien ist wegen Eisglätte vorübergehend der Betrieb eingestellt worden, teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur APA mit. Auf dem gesamten Vorfeld, den Rollwegen und den Pisten habe sich eine dicke Eisschicht gebildet. Eine Enteisung der Flächen sei kaum möglich, da wegen der niedrigen Temperaturen der Schneeregen am Boden direkt wieder gefriere. Ankommende Flüge wurden etwa nach München, Frankfurt, Köln oder Venedig umgeleitet. Abflüge wurden verschoben.
Inzwischen wurde der Flugbetrieb in Wien wie geplant wieder aufgenommen. Von der vorherigen Sperrung waren rund 140 Flüge betroffen.
Auch der nur etwa 50 Kilometer entfernte Flughafen der slowakischen Hauptstadt Bratislava musste wetterbedingt gesperrt werden. Er konnte deshalb nicht wie sonst gelegentlich als Ausweichmöglichkeit für Wien dienen. Die Sperre gelte vorerst bis 11.15 Uhr, so die Flughafenleitung.
Inzwischen wurde der Flugbetrieb in Wien wie geplant wieder aufgenommen. Von der vorherigen Sperrung waren rund 140 Flüge betroffen.
Auch der nur etwa 50 Kilometer entfernte Flughafen der slowakischen Hauptstadt Bratislava musste wetterbedingt gesperrt werden. Er konnte deshalb nicht wie sonst gelegentlich als Ausweichmöglichkeit für Wien dienen. Die Sperre gelte vorerst bis 11.15 Uhr, so die Flughafenleitung.
Glätte-Unfälle auf A9 – Vollsperrung bei Bayreuth
Wegen Glatteis ist es auf der A9 bei Bayreuth zu mindestens acht Unfällen gekommen. Die Autobahn wurde deshalb in beide Richtungen komplett gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der Glätte würden die Bergungsarbeiten eine besondere Herausforderung darstellen. Ein Polizeisprecher schätzte die Dicke des Eises auf der Fahrbahn auf bis zu zwei Zentimeter. Wie lange die Autobahn bei Bayreuth gesperrt bleiben muss, war unklar.
Fast bei allen Unfällen waren Lkw beteiligt, wie es hieß. Bislang habe es nur Leichtverletzte gegeben. Der größte Unfall war wohl ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen an der Anschlussstelle Bayreuth Süd. Dabei wurden laut Feuerwehr sechs Menschen leicht verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Fast bei allen Unfällen waren Lkw beteiligt, wie es hieß. Bislang habe es nur Leichtverletzte gegeben. Der größte Unfall war wohl ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen an der Anschlussstelle Bayreuth Süd. Dabei wurden laut Feuerwehr sechs Menschen leicht verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Notaufnahmen durch Glätte-Unfälle "extrem belastet"
Viele Glätte-Unfälle haben in den deutschen Notaufnahmen für eine außergewöhnliche Belastung gesorgt. "Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der Rheinischen Post. "Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen."
Ein Toter bei Unfällen auf spiegelglatter A6
Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 6 bei Nürnberg ist ein Mensch ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben geriet ein 64-jähriger Lastwagenfahrer ins Schlingern und auf die linke Fahrbahnseite, wo er zwei Autos erfasste. Der Lkw und ein Wagen hätten Feuer gefangen, sagte der Sprecher. Die Person auf dem Beifahrersitz in dem Auto sei tödlich verletzt worden, ihre Identität ist noch nicht geklärt. Den 54 Jahre alten Fahrer des brennenden Autos habe der Lkw-Fahrer aus dem Wagen gezogen und gerettet, teilten die Beamten mit.
Die Polizei in Mittelfranken warnte nach mehreren Unfällen auf glatter Fahrbahn vor Fahrten auf der A6 südlich von Nürnberg. „Die Fahrbahn dort ist spiegelglatt“, hieß es. Auf der Plattform X schrieb die Polizei, es sei zu „mehreren, teils schweren Verkehrsunfällen“ gekommen.
Die Polizei in Mittelfranken warnte nach mehreren Unfällen auf glatter Fahrbahn vor Fahrten auf der A6 südlich von Nürnberg. „Die Fahrbahn dort ist spiegelglatt“, hieß es. Auf der Plattform X schrieb die Polizei, es sei zu „mehreren, teils schweren Verkehrsunfällen“ gekommen.
Jugendlicher will Schnee von Stromleitung räumen und stirbt
Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung am Freitag auf einem Hof in Kiefersfelden im Landkreis Rosenheim bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, habe er einen Stromschlag erlitten.
Der Jugendliche, der demnach in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut der Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus. Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, sich in die Nähe durchhängender Stromleitungen zu begeben. „Wer mit diesen mittelbar oder unmittelbar in Kontakt gerät, muss mit schweren bis hin zu tödlichen Verletzungen rechnen“, teilten die Beamten mit. „Bereits die Annäherung an Oberleitungen ist extrem gefährlich und die Hochspannung kann zu einem tödlichen Stromschlag führen.“
Der Jugendliche, der demnach in Begleitung zweier Freunde war, sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut der Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus. Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, sich in die Nähe durchhängender Stromleitungen zu begeben. „Wer mit diesen mittelbar oder unmittelbar in Kontakt gerät, muss mit schweren bis hin zu tödlichen Verletzungen rechnen“, teilten die Beamten mit. „Bereits die Annäherung an Oberleitungen ist extrem gefährlich und die Hochspannung kann zu einem tödlichen Stromschlag führen.“
Amelie Schmidt
Die glatte „Gunda" zieht langsam ab
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab Dienstag damit, dass sich die Glatteis-Situation entspannt, denn von Westen her kommt mildere Luft. Im Verlauf der Woche wird es wärmer, teilweise steigen die Temperaturen auf zweistellige Werte. Aktuell gilt die Unwetterwarnung vor Glatteis in vielen Teilen Deutschlands noch, wie der DWD auf seiner Wetterkarte zeigt.
„Gebietsweise tritt zwar Nachtfrost auf und lokal ist Glätte nicht ganz ausgeschlossen, insgesamt herrscht aber ein mildes Temperaturniveau.“ Von spätestens Dienstag an sei das Glatteis dann keine Gefahr mehr. Der Frost sei dann von spätestens Mittwoch an erst mal vorbei. Die Höchstwerte sollen dann zwischen 1 Grad an der Oder und 12 Grad am Oberrhein betragen.
Vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands hält bis morgen der Frost jedoch noch an und sorgt für eine „erhöhte Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis“, sagte DWD-Meteorologin Sabine Krüger. Am längsten halte der Frost am Dienstag in Richtung Oder und Neiße an, ansonsten wird es im Tagesverlauf morgen überall frostfrei.
„Gebietsweise tritt zwar Nachtfrost auf und lokal ist Glätte nicht ganz ausgeschlossen, insgesamt herrscht aber ein mildes Temperaturniveau.“ Von spätestens Dienstag an sei das Glatteis dann keine Gefahr mehr. Der Frost sei dann von spätestens Mittwoch an erst mal vorbei. Die Höchstwerte sollen dann zwischen 1 Grad an der Oder und 12 Grad am Oberrhein betragen.
Vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands hält bis morgen der Frost jedoch noch an und sorgt für eine „erhöhte Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis“, sagte DWD-Meteorologin Sabine Krüger. Am längsten halte der Frost am Dienstag in Richtung Oder und Neiße an, ansonsten wird es im Tagesverlauf morgen überall frostfrei.
Amelie Schmidt
Regionalbahn entgleist bei Eis und Schnee
Im Osterzgebirge am Bahnhof Glashütte ist am Montagmorgen eine Regionalbahn entgleist. Laut Bundespolizei sprang der vordere Teil des Zuges komplett aus den Gleisen. Vor Ort herrschten winterliche Zustände mit Schnee und Eis, der Verkehrsverbund VVO sprach von einer „witterungsbedingten Entgleisung“.
Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilte die Bundespolizei mit. Der Zugverkehr ist auf der eingleisigen Strecke zwischen Altenberg und Heidenau unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen soll eingerichtet werden.
Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilte die Bundespolizei mit. Der Zugverkehr ist auf der eingleisigen Strecke zwischen Altenberg und Heidenau unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen soll eingerichtet werden.
Amelie Schmidt
Tief „Gunda“ sorgt für Glatteis
Von Westen her bringt Tief „Gunda“ zum Wochenstart vielerorts Glatteis. Schnee und Regen gefrieren bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Folge sei „eine überregional unwetterartige Glatteis-Lage“, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter. „Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen“, teilten die Fachleute mit. Der ADAC empfahl deshalb auf unnötige Autofahrten zu verzichten.
Für weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns und Nordrhein-Westfalens gab der DWD am Montagmorgen eine Unwetterwarnung wegen Glatteis heraus.
Nach dem Schneechaos am Wochenende können Bahnreisende am Montag wieder vorsichtig aufatmen: Zum Wochenbeginn meldet die Bahn eine entspanntere Lage, Störungen bleiben aber möglich. Auf ihrer Website weist die Deutsche Bahn auf Einschränkungen im Fernverkehr hin. Man habe „vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert“, hieß es. In Berlin sorgen teils witterungsbedingte Reparaturen an mehreren S-Bahn-Stationen für Verspätungen und einen eingeschränkten Takt.
Auch der Flughafen Frankfurt teilte Einschränkungen des Flugverkehrs mit. Am Montagmorgen wurden rund 100 von etwa 1000 geplanten Flügen abgesagt, wie der Betreiber Fraport mitteilte. „Die Zahl kann im Laufe des Tages weiter steigen." Passagiere sollten deshalb ihren Flugstatus prüfen und am besten drei Stunden vor Abflug am Terminal sein.
Für weite Teile Baden-Württembergs, Bayerns und Nordrhein-Westfalens gab der DWD am Montagmorgen eine Unwetterwarnung wegen Glatteis heraus.
Nach dem Schneechaos am Wochenende können Bahnreisende am Montag wieder vorsichtig aufatmen: Zum Wochenbeginn meldet die Bahn eine entspanntere Lage, Störungen bleiben aber möglich. Auf ihrer Website weist die Deutsche Bahn auf Einschränkungen im Fernverkehr hin. Man habe „vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert“, hieß es. In Berlin sorgen teils witterungsbedingte Reparaturen an mehreren S-Bahn-Stationen für Verspätungen und einen eingeschränkten Takt.
Auch der Flughafen Frankfurt teilte Einschränkungen des Flugverkehrs mit. Am Montagmorgen wurden rund 100 von etwa 1000 geplanten Flügen abgesagt, wie der Betreiber Fraport mitteilte. „Die Zahl kann im Laufe des Tages weiter steigen." Passagiere sollten deshalb ihren Flugstatus prüfen und am besten drei Stunden vor Abflug am Terminal sein.
Brandenburg: Präsenzpflicht an Schulen auch für Dienstag aufgehoben
Den Eltern in Brandenburg steht es am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Präsenzpflicht sei für diesen Tag ausgesetzt, teilte das Brandenburger Bildungsministerium mit. Bereits am Freitag war die Präsenzpflicht wegen eines erwarteten Schneesturms aufgehoben worden.
Grundlage der Entscheidung seien die aktuellen Wetterprognosen und eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der DWD warnt vor Glatteis durch überfrierenden Regen. Eltern sollen unter Berücksichtigung der örtlichen Witterungsbedingungen entscheiden, ob sie ihre Kinder am Unterricht teilnehmen lassen wollen, hieß es in dem Ministeriumsschreiben. „Wenn Eltern ihr Kind aus Gründen wie etwa einer besonderen Wetterlage oder auch Krankheit zu Hause lassen, gilt das als entschuldigtes Fehlen.“
Die Schulen sollen nach Angaben des Ministeriums selbst entscheiden, ob etwa der reguläre Unterricht früher endet oder wie Schüler während des Aufenthaltes an den Schulen geschützt werden.
Grundlage der Entscheidung seien die aktuellen Wetterprognosen und eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der DWD warnt vor Glatteis durch überfrierenden Regen. Eltern sollen unter Berücksichtigung der örtlichen Witterungsbedingungen entscheiden, ob sie ihre Kinder am Unterricht teilnehmen lassen wollen, hieß es in dem Ministeriumsschreiben. „Wenn Eltern ihr Kind aus Gründen wie etwa einer besonderen Wetterlage oder auch Krankheit zu Hause lassen, gilt das als entschuldigtes Fehlen.“
Die Schulen sollen nach Angaben des Ministeriums selbst entscheiden, ob etwa der reguläre Unterricht früher endet oder wie Schüler während des Aufenthaltes an den Schulen geschützt werden.
Mehrere Schulen in Bayern schließen wegen Glätte, flächendeckender Distanzunterricht im Norden
Wegen der Glatteisgefahr fällt an vielen Schulen am Untermain der Präsenzunterricht aus. „Vor dem Hintergrund der für heute geltenden amtlichen Unwetterwarnung vor Glatteis können die Straßenmeistereien die Schulwegsicherheit nicht gewährleisten“, teilten Kommunen auf der Webseite Unterrichtsausfall.Bayern.de des Kultusministeriums mit. „Daher entfällt am 12. Januar 2026 der Präsenzunterricht in der Stadt und im gesamten Landkreis Aschaffenburg.“ Gleiches gelte für den Landkreis Miltenberg in Unterfranken.
Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen gibt es Ausfälle. Dort gehen die Schulen an diesem Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die NRW-Landesregierung mit. Auch alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen meldeten entsprechende Ausfälle.
Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen gibt es Ausfälle. Dort gehen die Schulen an diesem Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die NRW-Landesregierung mit. Auch alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen meldeten entsprechende Ausfälle.
Bahnverkehr im Norden läuft mit wenigen Einschränkungen
Der Bahnverkehr im Norden hat sich nach dem heftigen Wintereinbruch am Sonntagmorgen weiter normalisiert. Vor allem im Fernverkehr kommt es aber weiter zu Einschränkungen. Betroffen sind noch mehrere wichtige norddeutsche Fernverkehrsstrecken, unter anderem die Verbindungen Westerland-Hamburg und Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilte.
Der Bahnbetreiber erixx meldete keine Störungen, bei der Nordbahn kam es nach Angaben des Unternehmens zu einzelnen nicht wetterbedingten Ausfällen. Bei der S-Bahn in Hamburg gibt es nach Angaben auf der Webseite der Deutschen Bahn weiterhin Zugausfälle und Verspätungen.
Der Bahnbetreiber erixx meldete keine Störungen, bei der Nordbahn kam es nach Angaben des Unternehmens zu einzelnen nicht wetterbedingten Ausfällen. Bei der S-Bahn in Hamburg gibt es nach Angaben auf der Webseite der Deutschen Bahn weiterhin Zugausfälle und Verspätungen.
Von der Nacht an droht verbreitet Glätte – Lawinentote in Frankreich
Auf den Straßen kam es in der Nacht zu Sonntag regional zu Glätteunfällen, insgesamt blieb die Lage aber vergleichsweise entspannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte mit Stand Samstagabend alle bestehenden Unwetterwarnungen vor starkem Schneefall aufgehoben.
Auf eine eisige Nacht folgt vielerorts ein traumhafter Wintersonntag mit viel Sonne über den frisch verschneiten Landschaften. Der Meteorologe Marcel Schmidt vom DWD erwartete einen „Wintertag wie aus dem Bilderbuch“. Doch nach der Verschnaufpause droht schon in der Nacht neues Wetterchaos. Ab etwa Mitternacht erreichen dem DWD zufolge Schnee und später Regen den Westen Deutschlands, die bis zum Morgen etwa eine Linie Schleswig-Harz-Allgäu erreichen. Da es weiterhin eiskalt ist, droht verbreitet Glätte: Der Regen gefriert in der Frostluft oder auf den gefrorenen Böden. Folge sei „eine überregional unwetterartige Glatteislage“, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter.
Im Tagesverlauf breitet sich Tief „Gunda“ der DWD-Prognose zufolge bis nach Niederbayern sowie Oder und Neiße im Osten aus. Insbesondere in Bayern dauere die brisante Lage regional bis in den Dienstag hinein an. „Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen“, warnte der DWD. Im Westen bessere sich die Situation bei Plusgraden bereits ab den Mittagsstunden – und weit im frostig bleibenden Osten komme die Front kaum noch an. „Die Gefahr für den Osten ist jedoch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“, sagte der Meteorologe. „Denn hier kommt der zweite Schub an Niederschlag spätestens in der Nacht zum Dienstag an und bringt ebenso teils unwetterartiges Glatteis mit sich.“
Am Dienstag gibt es in Südostbayern und von Vorpommern über Brandenburg bis zur Lausitz noch immer gefrierenden Regen. Erst im Tagesverlauf lässt er nach. Ansonsten taut es bei abklingenden Regenfällen und Temperaturen im positiven Bereich. „Am Mittwoch tagsüber hat sich der Winter so weit aus Deutschland verabschiedet und die Brechstange wieder eingepackt“, sagte Reuter. Richtiges Winterwetter sei dann vorerst nicht mehr in Sicht.
Gefahr droht nicht nur auf Straßen, sondern auch abseits gesicherter Pisten: Nach den Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen größer, regional wurde für Sonntag Lawinen-Warnstufe vier – von insgesamt fünf – ausgerufen. In Savoyen in Frankreich kamen bei Lawinenabgängen Medienberichten zufolge drei Skifahrer ums Leben. Zwei der Opfer starben in Val d’Isère wegen einer Lawine abseits der Piste, ein weiterer Skifahrer bei einer Lawine abseits der Piste in Arêches-Beaufort, das in derselben Gegend liegt.
Auf eine eisige Nacht folgt vielerorts ein traumhafter Wintersonntag mit viel Sonne über den frisch verschneiten Landschaften. Der Meteorologe Marcel Schmidt vom DWD erwartete einen „Wintertag wie aus dem Bilderbuch“. Doch nach der Verschnaufpause droht schon in der Nacht neues Wetterchaos. Ab etwa Mitternacht erreichen dem DWD zufolge Schnee und später Regen den Westen Deutschlands, die bis zum Morgen etwa eine Linie Schleswig-Harz-Allgäu erreichen. Da es weiterhin eiskalt ist, droht verbreitet Glätte: Der Regen gefriert in der Frostluft oder auf den gefrorenen Böden. Folge sei „eine überregional unwetterartige Glatteislage“, sagte DWD-Meteorologe Oliver Reuter.
Im Tagesverlauf breitet sich Tief „Gunda“ der DWD-Prognose zufolge bis nach Niederbayern sowie Oder und Neiße im Osten aus. Insbesondere in Bayern dauere die brisante Lage regional bis in den Dienstag hinein an. „Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen“, warnte der DWD. Im Westen bessere sich die Situation bei Plusgraden bereits ab den Mittagsstunden – und weit im frostig bleibenden Osten komme die Front kaum noch an. „Die Gefahr für den Osten ist jedoch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“, sagte der Meteorologe. „Denn hier kommt der zweite Schub an Niederschlag spätestens in der Nacht zum Dienstag an und bringt ebenso teils unwetterartiges Glatteis mit sich.“
Am Dienstag gibt es in Südostbayern und von Vorpommern über Brandenburg bis zur Lausitz noch immer gefrierenden Regen. Erst im Tagesverlauf lässt er nach. Ansonsten taut es bei abklingenden Regenfällen und Temperaturen im positiven Bereich. „Am Mittwoch tagsüber hat sich der Winter so weit aus Deutschland verabschiedet und die Brechstange wieder eingepackt“, sagte Reuter. Richtiges Winterwetter sei dann vorerst nicht mehr in Sicht.
Gefahr droht nicht nur auf Straßen, sondern auch abseits gesicherter Pisten: Nach den Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen größer, regional wurde für Sonntag Lawinen-Warnstufe vier – von insgesamt fünf – ausgerufen. In Savoyen in Frankreich kamen bei Lawinenabgängen Medienberichten zufolge drei Skifahrer ums Leben. Zwei der Opfer starben in Val d’Isère wegen einer Lawine abseits der Piste, ein weiterer Skifahrer bei einer Lawine abseits der Piste in Arêches-Beaufort, das in derselben Gegend liegt.
Meteorologen mahnen vor Glatteis
Jetzt ist Fahr- und Trittsicherheit gefragt: Autofahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger müssen in weiten Teilen Deutschlands mit glatten Straßen und Wegen rechnen. Davor mahnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie der ADAC. Eine Unwetterwarnung wegen starken Schneefalls besteht laut dem DWD nur noch für den Schwarzwald.
Bereits in der Nacht zum Sonntag liegen die Tiefstwerte laut Vorhersage zwischen minus fünf und minus zwölf Grad, örtlich kann das Thermometer bis zu minus 17 Grad anzeigen. Am Sonntag wird es dann heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken. Es gibt verbreitet Dauerfrost, die Temperaturen liegen demnach zwischen minus sieben und plus einem Grad.
In der Nacht zum Montag soll dann eine Warmfront den Westen Deutschlands erreichen, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schnee. Dieser geht rasch in Regen über, der auf den kalten Böden gefrieren und wiederum zu Glatteis führen kann. Damit müssen sich Fußgänger, Autofahrer und Pendler nach kurzer Pause wieder auf die nächste Unwettersituation einstellen.
Bereits in der Nacht zum Sonntag liegen die Tiefstwerte laut Vorhersage zwischen minus fünf und minus zwölf Grad, örtlich kann das Thermometer bis zu minus 17 Grad anzeigen. Am Sonntag wird es dann heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken. Es gibt verbreitet Dauerfrost, die Temperaturen liegen demnach zwischen minus sieben und plus einem Grad.
In der Nacht zum Montag soll dann eine Warmfront den Westen Deutschlands erreichen, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schnee. Dieser geht rasch in Regen über, der auf den kalten Böden gefrieren und wiederum zu Glatteis führen kann. Damit müssen sich Fußgänger, Autofahrer und Pendler nach kurzer Pause wieder auf die nächste Unwettersituation einstellen.
Auf den Straßen wird es nun glatt – so wie hier in Hamburg. Foto: Imago/S. Gottschalk
Lawinengefahr in den bayerischen Alpen steigt von "erheblich" auf "groß"
Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist weiter angestiegen: Oberhalb der Waldgrenze ist die Gefahr nach Einschätzung des Lawinenwarndienstes nun groß, das entspricht der Warnstufe vier von fünf. Unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr erheblich, was der Warnstufe drei von fünf entspricht. Besonders betroffen sind den Angaben nach die Allgäuer Alpen.
In allen Höhenlagen sei das Hauptproblem der sogenannte Triebschnee, urteilen die Experten. Triebschnee entsteht, wenn lockerer Schnee in oberflächlichen Schichten vom Wind verweht und an anderer Stelle abgelagert wird. In eingewehten Bereichen, besonders etwa in Rinnen und Mulden, können sich laut Lawinenwarndienst auch mit geringer Zusatzbelastung Schneebrettlawinen lösen.
Als geringe Zusatzbelastung gelten etwa einzelne Skifahrer, Snowboarder oder Schneeschuhgeher sowie Gruppen an Wintersportlern, die mit größeren Abständen voneinander unterwegs sind. „Gefahrenstellen sind zahlreich und finden sich auch im Waldübergangsbereich sowie in Waldschneisen und Lichtungen“, hieß es.
In allen Höhenlagen sei das Hauptproblem der sogenannte Triebschnee, urteilen die Experten. Triebschnee entsteht, wenn lockerer Schnee in oberflächlichen Schichten vom Wind verweht und an anderer Stelle abgelagert wird. In eingewehten Bereichen, besonders etwa in Rinnen und Mulden, können sich laut Lawinenwarndienst auch mit geringer Zusatzbelastung Schneebrettlawinen lösen.
Als geringe Zusatzbelastung gelten etwa einzelne Skifahrer, Snowboarder oder Schneeschuhgeher sowie Gruppen an Wintersportlern, die mit größeren Abständen voneinander unterwegs sind. „Gefahrenstellen sind zahlreich und finden sich auch im Waldübergangsbereich sowie in Waldschneisen und Lichtungen“, hieß es.

