Süddeutsche Zeitung

Berlin:Mörder von Weizsäcker-Sohn ist tot

Im Sommer 2020 war der Mann zu zwölf Jahren Haft verurteilt und in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Nun wurde er dort tot aufgefunden.

Der Mörder von Fritz von Weizsäcker ist tot. Georg S. wurde bereits am 18. April tot in seinem Zimmer in einem psychiatrischen Krankenhaus gefunden. Das bestätigte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft der Süddeutschen Zeitung. Demnach liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor, die genaue Todesursache sei noch unklar, es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zunächst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Knapp zwei Jahre ist es her, dass das Landgericht Berlin den Mann im Juli 2020 zu zwölf Jahren Haft verurteilt und dessen Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hatte. Georg S. hatte Fritz von Weizsäcker, den jüngsten Sohn des Altbundespräsidenten und damaligen Chefarzt der Berliner Schlosspark-Klinik, am Ende eines medizinischen Vortrags mit einem Messer getötet. Zudem stach er auf einen Polizisten ein, der privat auf der Veranstaltung war und helfen wollte.

Der Mann, der in Andernach in Rheinland-Pfalz gewohnt und bei Amazon als Packer gearbeitet hatte, gab im Prozess als Tatmotiv an, er hege seit Jahrzehnten Hass gegen die Familie von Weizsäcker. "Es ist eine sinnlose Tat eines psychisch nicht unerheblich gestörten Mannes", sagte die Staatsanwältin damals vor Gericht.

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SZ/afis/feko
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