Aussteiger in den AbruzzenMutter der „Waldfamilie“ wird von ihren Kindern getrennt

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Ohne fließend Wasser und Strom, dafür aber im Einklang mit der Natur: In dieser Hütte im Wald lebte die Familie.
Ohne fließend Wasser und Strom, dafür aber im Einklang mit der Natur: In dieser Hütte im Wald lebte die Familie. ANTONELLA SALVATORE/AFP

Ein Aussteigerleben im Wald war in den Augen der italienischen Justiz offenbar Kindeswohlgefährdung. Die Kinder kamen in ein Heim. Im Streit um die „Waldfamilie“ verhärten sich die Fronten. Nutzt die Politik den Fall für ihre Zwecke?

Von Elisa Britzelmeier, Rom

Italiens berühmteste Familie ist nun also auch beim Senatspräsidenten eingeladen, der Nummer zwei im Staat. Er werde die Eltern der „Waldfamilie“ begrüßen, sagte Ignazio La Russa in einem Video auf Social Media. Seit Monaten verfolgt das Land jede noch so kleine Entwicklung rund um die australisch-britische Familie, die ein Aussteigerleben in den Abruzzen führte. Bis die italienischen Behörden im November die drei Kinder in Obhut nahmen. Denn die Familie lebte nicht nur im Einklang mit der Natur, mit frischer Luft und eigenen Tieren. Sondern auch ohne Strom und fließend Wasser, ohne Schule und ohne regelmäßige Arztbesuche.

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Ohne Strom und fließend Wasser: Eine australisch-britische Familie lebt in den Abruzzen in der Abgeschiedenheit. Bis die Behörden die drei Kinder in Obhut nehmen. Jetzt streitet das ganze Land darüber, ob die Kinder geschützt werden müssen oder ob sich der Staat zu sehr einmischt.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

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