Brandenburg:Waldbrand führt zu Evakuierung einiger Dörfer

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Brandenburg: Die Stärke der Flammen habe mittlerweile abgenommen, teilt die Feuerwehr mit.

Die Stärke der Flammen habe mittlerweile abgenommen, teilt die Feuerwehr mit.

(Foto: Thomas Schulz/dpa)

Die Bewohner sind aufgefordert, ihre Häuser "umgehend" zu verlassen. Durch Munition im Boden werden die Löscharbeiten erschwert.

Wegen der drohenden Gefahr durch einen Waldbrand im brandenburgischen Treuenbrietzen müssen die Einwohner einiger Ortsteile ihre Häuser verlassen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Gemeindeteils Tiefenbrunnen seien aufgefordert, ihre Häuser "umgehend" zu verlassen, teilte die Stadtverwaltung Treuenbrietzen am Sonntagvormittag mit. Die Evakuierung sei angelaufen, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabs des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Etwa 20 Bürger seien betroffen und können in einer von der Stadt bereitgestellte Unterkunft unterkommen.

Auch die Einwohner von Frohnsdorf, Bardenitz und Klausdorf seien mittlerweile über eine mögliche Evakuierung informiert worden, hieß es. Die Lage sei sehr dynamisch und ändere sich laufend. Die Dörfer Tiefenbrunnen, Frohnsdorf, Bardenitz und Klausdorf gehören zu Treuenbrietzen, einer Stadt mit 7500 Einwohnern und elf Stadtteilen südwestlich von Berlin.

Der am Freitag in einem Kiefernwaldgebiet bei Frohnsdorf ausgebrochene Brand hat sich in der Nacht zu Sonntag auf etwa 100 bis 110 Hektar ausgedehnt. "Das Feuer hat sich in Richtung Osten/Südosten ausgedehnt", sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen. Die Stärke der Flammen habe jedoch abgenommen. Am Freitag war ein Waldbrand auf etwa 60 Hektar entstanden, am Samstag waren es zwischenzeitlich noch gut 40 Hektar. Weil im Boden auf dem Gelände - ein ehemaliger Spreng- und Übungsplatz - Munition und Kampfmittel liegen, kommen die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand heran. Feuerwehrleute können deshalb auch nicht einfach in das Waldgebiet hineinfahren und dort löschen.

Im Jahr 2018 waren bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Mehrere Tage lang wüteten die Flammen. Damals mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

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