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Von Kanada bis Kalifornien:Millionen Menschen leiden unter Luftverschmutzung

Mindestens 35 Menschen sind bei den Bränden im Westen der USA bereits ums Leben gekommen. Die vermutlich noch Wochen anhaltende Waldbrandsaison gilt als die schlimmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

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Waldbrände in Kalifornien

Quelle: dpa

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Im Westen der USA wüten weiter Waldbrände historischen Ausmaßes und beeinträchtigen das Leben von Millionen Menschen. Am Sonntag haben laut Medienberichten besonders im Nordwesten riesige Rauchwolken die Löscharbeiten erschwert und die Gesundheit von Millionen Bewohnern der Region bedroht.

Waldbrände in Kalifornien

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Die Umweltbehörden in Oregon hatten die Luftqualität an Dutzenden Messstationen im Bundesstaat als "gesundheitsgefährdend" oder "sehr ungesund" bezeichnet, die beiden schlimmsten von sechs Warnstufen. Für die Metropolen Portland, Vancouver in Kanada und Seattle im Bundesstaat Washington meldete die Webseite IQAir am Sonntag die gravierendste Luftverschmutzung von 96 erfassten Städten weltweit.

Waldbrände in Kalifornien

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Auch in Kalifornien loderten die Feuer weiter. Die aktuelle und vermutlich noch über Wochen anhaltende Waldbrandsaison dort gilt bereits jetzt als die schlimmste seit Beginn der Aufzeichnungen. In der Nähe von Sacramento im Zentrum des Bundesstaates will US-Präsident Donald Trump am Montag erstmals in dieser Brandsaison persönlich an einer Einsatzbesprechung teilnehmen.

Waldbrände in Kalifornien

Quelle: dpa

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Allein in den drei Staaten Kalifornien, Oregon und Washington stieg bis zum Wochenende die Zahl der Toten durch die seit Wochen wütenden Feuer auf mindestens 35, wie Medien berichteten. Laut New York Times ist in den vergangenen Wochen insgesamt eine Fläche von etwa 20 200 Quadratkilometern Waldgebiet abgebrannt, was in etwa der Fläche von Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt entspricht.

Waldbrände in den USA

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In Oregon ist die Kleinstadt Detroit den Flammen nahezu komplett zum Opfer gefallen, berichtete CNN. Dort stünden nur noch etwa zwei Dutzend Gebäude. Mehrere Feuerwehrleute im Ort hätten ihr eigenes Zuhause verloren und kämpften nun für den Schutz der Häuser, die noch stehen. Anwohnerin Elizabeth Smith sagte dem Sender, ihr Haus sei vollkommen zerstört worden. "Es sieht aus, als sei eine Bombe explodiert." In dem Bundesstaat werde erwartet, dass mehrere Waldbrände noch bis zum Winter andauerten, heißt es unter Berufung auf lokale Behörden.

September 11, 2020, Seattle, Washington, United States: The Seattle skyline is bathed in smoke and haze on September 11

Quelle: imago images/ZUMA Wire

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Zehntausende Menschen mussten auf der Flucht vor den Flammen bereits ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind allein in Oregon angewiesen, sich zumindest auf eine Evakuierung vorzubereiten. Laut der Zeitung The Oregonian wurden die Evakuierungswarnstufen jedoch in einigen Gebieten gelockert. Wegen der durch den Rauch stark beeinträchtigten Sichtverhältnisse, wie hier in Seattle, seien die Menschen trotzdem angewiesen, auf Autofahrten zu verzichten.

September 10, 2020, Berry Creek, California, USA: A burned out truck sits on Graystone Lane after the Bear Fire near Lak

Quelle: imago images/ZUMA Wire

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"Das ist ein Weckruf, dass wir alles tun müssen, was wir können, um den Klimawandel zu bekämpfen", sagte Oregons Gouverneurin Kate Brown am Sonntag beim TV-Sender CBS. Es gilt unter Wissenschaftlern als sicher, dass die Klimakrise Wetterextreme verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. In Oregon sind etwa 4000 Quadratkilometer Waldfläche abgebrannt - schon jetzt doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Jahr.

© SZ/dpa/mkoh
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