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Waldbrände in Portugal:Staatstrauer nach Waldbrand mit mehr als 60 Toten in Portugal

  • Ein Waldbrand in der portugiesischen Region Pedrógão Grande hat mindestens 62 Menschen das Leben gekostet. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.
  • Das Feuer brach am Samstagnachmittag aus, knapp 700 Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen.
  • Ursache war wohl ein Blitzschlag bei einem Gewitter ohne Regen.

In Portugal sind bei einem der schlimmsten Waldbrände der vergangenen Jahrzehnte mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen. 59 Menschen seien verletzt worden, teilte Innenstaatssekretär Jorge Gomes mit. 18 von ihnen werden in Krankenhäusern behandelt. Viele Menschen starben auf der Flucht vor dem Waldbrand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt.

Rund 700 Feuerwehrmänner versuchen, die Brände in der Gegend um die Stadt Pedrógão Grande zu löschen. Das Gebiet befindet sich rund 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Es gebe einige Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" worden seien, sagte der Bürgermeister von Pedrógão Grande, Valdemar Alves. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa traf nach Mitternacht in der Region ein und sagte sichtlich mitgenommen: "Das ist eine beispiellose Situation."

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Seit Anfang April legt ein Unbekannter Waldbrände im Münchner Südosten. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute kämpfen nicht nur gegen die Feuer, sondern auch gegen böse Spekulationen.   Von Michael Morosow

Nach Angaben des portugiesischen Innenministeriums waren etliche der später tot geborgenen Menschen mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als sie von den Flammen eingeschlossen wurden. Premierminister António Costa sprach vom schwersten derartigen Unglück in Portugal seit Jahrzehnten. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus, die von Montag bis Mittwoch gelten soll.

Das Feuer in der dünn besiedelten Region von Pedrógão Grande war am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr Ortszeit ausgebrochen. Nach Polizeiangaben löste ein Blitzschlag die Brände aus. Über der betroffenen Region habe sich ein Gewitter entladen, ohne dass es dabei regnete, sagte der Direktor der Kriminalpolizei. "Alles deutet ganz klar auf natürliche Ursachen hin. Wir haben in Zusammenarbeit mit der Nationalgarde sogar den Baum gefunden, der von einem Blitz getroffen wurde." Der Bürgermeister der Region hatte zunächst Brandstiftung vermutet.

Insgesamt elf Waldbrände im ganzen Land

In einigen Gebieten fiel der Strom aus. Feuerwehrfahrzeuge wurden von den Flammen zerstört, Familien mussten ihre Häuser verlassen. Das Feuer sei an vier Fronten aktiv und werde von mit mehr als 220 Einsatzfahrzeugen und zwei Flugzeugen bekämpft, teilte der Zivilschutz mit.

Die Europäische Union hat Portugal Hilfe zugesagt. "Es wird alles getan werden, um den Behörden und den Menschen in Portugal in dieser Zeit der Not zu helfen", erklärte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Sonntag. Auf Bitte Portugals organisiere die EU Löschflugzeuge. Frankreich habe sofort drei Maschinen zugesagt, die nun rasch entsandt würden. Zusätzlich helfe Spanien ebenfalls mit Flugzeugen.

Neben dem Feuer in Pedrógão Grande gab es am Wochenende noch weitere Waldbrände in Portugal, die von mehr als 1500 Einsatzkräften gelöscht wurden. Grund ist eine ungewöhnliche frühe Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise mehr als 40 Grad. Bereits im vergangenen Jahr hatten Waldbrände mehr als 100 000 Hektar Land vernichtet.

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