Auf den Philippinen ist der Vulkan Mayon ausgebrochen und hat seine Umgebung mit dicker Asche bedeckt. Insgesamt sind seit Samstag 52 Dörfer rund um den Vulkan betroffen, berichten Behörden. Erste Lavaströme fließen bergab, außerdem sind seit dem Ausbruch weitere 45 Erdbeben und 32 Erschütterungen des Vulkans registriert worden. Der Vulkanologiedienst ruft die Warnstufe drei auf einer fünfstufigen Skala aus und berichtet von strombolianischer Aktivität und kurzzeitigen Lavafontänen. Strombolianische Aktivität bezeichnet eine milde Vulkanausbruchsform mit rhythmischen Explosionen, bei denen Gasblasen im Magma platzen und Lavafetzen auswerfen.
Die Behörden raten der Bevölkerung, die Gefahrenzone in einem Radius von sechs Kilometern um den Vulkan zu meiden. Tausende Menschen verlassen das Gebiet südlich von Manila, nach Angaben des Sozialministeriums befinden sich inzwischen knapp 1500 Familien in Evakuierungszentren. In mehreren Orten der Provinz Albay legt schwerer Ascheregen den Verkehr zeitweise lahm.
Der Mayon zählt zu den aktivsten Vulkanen Südostasiens
Feuerwehren und Hilfstrupps werden in die Region geschickt, um die betroffenen Gemeinden zu unterstützen und den Einsatz mit den Behörden und lokalen Zivilschutzverbänden zu koordinieren. „Unsere Teams sind bereits vor Ort und leisten den betroffenen Gemeinden Unterstützung, während sie den Einsatz mit den zuständigen Regierungsagenturen und lokalen Zivilschutzverbänden koordinieren“, wird Feuerwehrsprecher Achilles Santiago zitiert.
Der 2462 Meter hohe Mayon liegt etwa 330 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila in der Bicol-Region am südöstlichen Ausläufer der Hauptinsel Luzon. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen Südostasiens und ist wegen seiner nahezu perfekten Kegelform ein bekanntes Touristenziel. Seit Beginn des Jahres zeigt der Vulkan erhöhte Aktivität.

