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Denver:Taylor Swift verklagt Moderator wegen sexueller Nötigung

Taylor Swift

Taylor Swift wehrt sich.

(Foto: dpa)

Während eines Fototermins soll ein Radiomoderator Taylor Swift an den Po gefasst haben. Er reichte in dem Fall zuerst Klage ein - jetzt schlägt die Sängerin zurück.

Was ist passiert?

Auf der Liste der Menschen, die man nicht gegen sich aufbringen will, steht Taylor Swift - siebenfache Grammy-Gewinnerin und Heldin einer aberwitzig großen Fangemeinde - sehr weit oben. Diese Erfahrung muss nun auch David Mueller machen, ein Radiomoderator aus Denver im US-Bundesstaat Colorado.

Swift hat den Mann verklagt, weil er bei einem Fototermin vor einem Konzert ihren Po begrapscht haben soll.

Was ging der Klage voraus?

Swift ist nicht die Erste, die in dem Fall vor Gericht zieht. Unmittelbar nach dem Konzert in Denver hatte die 25-Jährige dafür gesorgt, dass Mueller von seinem Arbeitgeber vor die Tür gesetzt wurde. Der hatte gegen seinen Rauswurf geklagt - und versichert, er habe Swift nicht unsittlich berührt. Das sei stattdessen sein Chef gewesen.

Dieser habe sich im Gespräch mit einem Kollegen gebrüstet, Swift umarmt und an den Hintern gefasst zu haben. In dem Gespräch sei auch die Rede von Fahrrad-Hotpants gewesen, die Swift unter ihrem Bühnenoutfit trage.

Wie reagiert Swift?

Taylor Swift hält eine Verwechslung für ausgeschlossen. Sie wisse sehr wohl, wer sie belästigt habe, heißt es in ihrer Klageschrift. Es sei nicht Muellers Chef gewesen, mit dem sie schon länger beruflich zu tun hat. Mueller habe sie auch keinesfalls nur aus Versehen berührt, er habe ihren Rock angehoben und kräftig zugepackt, während sie mit ihm und seiner Freundin für ein Foto posierte.

Die Sängerin scheint überzeugt vom Erfolg ihrer Klage: Sie hoffe, die Gerichtsentscheidung werde allen Frauen als Zeichen dienen, die ähnlich Erniedrigendes erleben mussten. Das Geld, das sie in dem Fall erstreite, wolle sie wohltätigen Organisationen spenden, die sich für den Schutz von Frauen einsetzen.

© SZ.de/feko/fued/rus

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