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Vogelgrippe in Niedersachsen:Angst vor dem kleinen Virus

Puter im Stall

Puten in einem Mastbetrieb: Bei Seuchen-Alarm müssen sie manchmal sterben, auch wenn sie gesund sind.

(Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Erneut hat die Vogelgrippe mehrere Betriebe befallen. Zehntausende Tiere müssen getötet werden. Ein Besuch in Cloppenburg, einer Hochburg der Geflügelindustrie, wo Landwirte derzeit nichts mehr fürchten als ein kleines Virus.

Der Landrat Johann Wimberg spricht ein gepflegtes Amtsdeutsch, das ihm seine politischen Gegner im Landkreis Cloppenburg als trocken und dröge auslegen könnten. Aber in diesen Tagen der Vogelgrippe strahlt der CDU-Mann damit eine Sachlichkeit aus, die hilfreich ist im Kampf gegen den tödlichen Erreger H5N8. Dramatische Reden bringen jetzt nichts, das Gebot der Stunde lautet: den Tatsachen ins Auge schauen, einer weiteren Verbreitung des Virus vorbeugen. In aller Ruhe zählt Wimberg also die jüngsten Fälle auf, die nicht nur den benachbarten Landkreis Oldenburg betreffen, sondern auch seinen. Am Neujahrstag bestätigte Niedersachsens Landesamt für Verbraucherschutz (Laves) den jüngsten Verdachtsfall in einem Betrieb in Garrel mit 14 000 Puten. Wimberg sagt: "Daran lässt sich ablesen, dass die Entwicklung noch nicht als abgeschlossen angesehen werden kann."

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