Alan Rickman

Vier Tage nach Bowies Tod kommt die nächste traurige Meldung aus Großbritannien: Alan Rickman, in jüngerer Vergangenheit vor allem als düsterer Severus Snape in den Harry-Potter-Filmen zu sehen, ist im Alter von 69 Jahren gestorben, auch er an den Folgen einer Krebserkrankung. Rickman hatte erst spät mit der Schauspielerei begonnen. Als er 1987 zum ersten Mal in Hollywood vorsprach, war er bereits 41.

Doch der Erfolg kam schnell. 1988 spielte Rickman den deutschen Terroristen Hans Gruber in "Stirb langsam". Es folgten mehrere Rollen als Bösewicht. Freundlicher zeigte er sich 1995 in "Sinn und Sinnlichkeit" als melancholischer Colonel Christopher Brandon sowie 2003 in "Tatsächlich...Liebe" als leicht verführbarer Verlagsleiter. Den zwielichtigen Zauberer Snape gab er zum ersten Mal im Jahr 2001, elf Jahre später sagte er über seine letzte Harry-Potter-Szene im SZ-Interview: "Es ist ein bisschen, als ob du deinen Körper verlässt, auf dich selbst hinabblickst und dir sagst: Dies hier ist jetzt zu Ende. Aber ein Schauspielerleben steckt voller letzter Tage - ein Projekt endet, das nächste beginnt."

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Bild: dpa 28. Dezember 2016, 09:552016-12-28 09:55:30 © SZ.de/feko/doer/jobr/cag/odg/afis