Verschwinden von Flug MH370:Ein technischer Defekt gilt als unwahrscheinlich

Dass ein Flugzeug einfach so verschwindet, ist nicht das einzig Ungewöhnliche an dem Fall. Die malaysischen Behörden haben sich in Geheimnistuerei überboten und damit gegen internationale Gepflogenheiten verstoßen.

Noch immer gibt es etwa kaum Auskünfte darüber, was die Maschine geladen hatte, dies könnte aber womöglich bei der Spurensuche helfen. Und weil die Kosten der Suche exorbitant sind, haben die federführenden Australier schon darauf hingewiesen, dass es in dieser Intensität nicht mehr weitergehen kann.

Als am wahrscheinlichsten gilt irgendeine Form der Sabotage oder Entführung

Angesichts der Tatsache, dass es weder Trümmer noch Daten gibt, die Spezialisten bei MH370 auswerten könnten, bleiben auch die Ursachen im Dunkeln. Ein technischer Defekt gilt bei den meisten, die sich mit Absturztheorien befasst haben, als eher unwahrscheinlich - das Flugzeug ist ja noch über Stunden weitergeflogen, dies beweisen die Triebwerksdaten, die über Satelliten noch so lange zu empfangen waren.

Als am wahrscheinlichsten gilt vielen derzeit irgendeine Form der Sabotage oder Entführung: Bei einem offensichtlich intakten Flugzeug wird der Transponder abgeschaltet, die Maschine ändert mehrfach die Richtung, bleibt aber offenbar in kontrolliertem Flug und verschwindet dann irgendwann im Meer, als der Treibstoff ausgegangen ist. Aber warum?

Die Branche hat dennoch erste Konsequenzen aus dem Fall gezogen. Es ist zwar eher ein Randaspekt des Dramas, aber dass es nicht möglich war, den Flugweg von MH370 genau zu verfolgen, hat zu einer weltweiten Initiative geführt: Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat beschlossen, dass Flugzeuge künftig genauer geortet werden müssen. Auch sollen sie im Notfall automatisch wichtige Daten funken, um Suche und Absturzanalyse zu erleichtern.

Doch wenn es vor einem Jahr jemandem an Bord gelungen ist, das Transpondersignal abzuschalten, wird es womöglich auch gelingen, ein besseres Ortungssystem außer Gefecht zu setzen. Weitergehende Forderungen, solche Systeme absolut autonom laufen zu lassen, sind unter anderem am Widerstand von Pilotenorganisationen gescheitert, die im Ernstfall die Kontrolle über möglichst alle Geräte an Bord behalten wollen, um sie bei Bedarf abschalten zu können.

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