bedeckt München 25°

Verschollener Frachter:Ortung bei den Kapverden

Einem Medienbericht zufolge ist der verschollene Frachter Arctic Sea gefunden: Er soll nahe der Kapverdischen Inseln im Atlantischen Ozean lokalisiert worden sein.

Der seit rund zwei Wochen verschollene Frachter Arctic Sea ist laut einem Bericht der Financial Times Deutschland offenbar geortet worden. Wie die Zeitung am Freitag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, wurde das Schiff am Freitagmorgen nahe der Kapverdischen Inseln im Atlantischen Ozean lokalisiert. Die Zeitung beruft sich dabei auf zwei voneinander unabhängige, nicht näher genannte Quellen.

Frachter Arctic Sea: Mysteriöse Fracht?

(Foto: Foto: dpa)

Das Schiff hatte zuletzt am 28. Juli Funkkontakt mit der britischen Küstenwache in Dover, um den Ärmelkanal zu passieren, und sollte am 4. August in der algerischen Küstenstadt Béjaia eintreffen. Das elektronische Identifizierungssystem des Schiffes gab das letzte Signal in der Nacht auf den 30. Juli vor der Nordwestküste Frankreichs ab.

Was danach mit dem Schiff und der 15-köpfigen russischen Besatzung passierte, ist unklar. Das Schiff sei in den frühen Morgenstunden in der Umgebung der Kapverdischen Inseln geortet worden, heißt es nun. Zumindest gingen die Behörden davon aus, dass es sich um den gesuchten Frachter handelte, schreibt die FTD. Zudem verdichteten sich Gerüchte, der Frachter sei entführt worden.

Am Donnerstag hatte Russlands Präsident Dimitri Medwedew Schiffe der russischen Maschine entsandt, um den Frachter zu finden. Von der Zeitung kontaktierte Seefahrt-Experten rechneten am Freitag damit, dass die russischen Schiffe rund zwei Tage bräuchten, um an die Kapverden zu kommen.

Gesicherte Informationen gibt es bisher nicht. Für Rätselraten sorgt insbesondere die Tatsache, dass die Crew vier Tage vor dem letzten Kontakt, am 24. Juli, nach eigenen Angaben bereits in der Ostsee überfallen worden war. Deshalb wird nun gemutmaßt, dass die Arctic Sea doch eine andere Fracht als die offizielle Holzlandung transportiert habe und von Gangstern überfallen wurde.

© AFP/AP/grc
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB