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Vermisste Studenten in Mexiko:SMS eines Studenten widerspricht offizieller Version

Präsident Enrique Peña Nieto kündigte in einer Reaktion eine gründliche Prüfung des Berichts an. Erste Ermittlungen zu den Foltervorwürfen laufen bereits.

In ihrem Bericht prangerten die Experten der Inter-Amerikanischen Kommission nicht nur mutmaßliche Folter an. Die Regierung habe auch angeforderte Beweise nur zögerlich bereitgestellt.

Bundespolizei und Armee verwickelt

Neben Ermittlungsfehlern der Staatsanwälte monierten die Fachleute zudem, dass die Behörden offenbar bewusst bei ihrer Darstellung zum Schicksal der Studenten geblieben seien, ohne einer möglichen Verwicklung von Bundespolizisten und der Armee nachzugehen.

In dem Expertenbericht wurde auch erwähnt, dass einer der 43 Studenten seinen Eltern eine SMS-Nachricht schickte - und zwar offenbar Stunden, nachdem er offiziellen Angaben zufolge getötet worden sein soll.

In Mexiko sind seit 2006 mehr als 70 000 Menschen im Krieg gegen die Drogenkartelle ums Leben gekommen, Tausende Menschen werden vermisst.

© SZ.de/AP/dpa/KNA/kat/gal
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