Verkehrsministerium Deutsche Polizeiautos bekommen US-Warnsirene

Blaulicht und Martinshorn bringen Autofahrer offenbar nicht immer zum Anhalten: Die klassischen Warnzeichen schaffen nach Ansicht des Verkehrsministeriums zu wenig Aufmerksamkeit. Eine Sirene nach amerikanischem Vorbild soll das nun ändern.

Das Blaulicht eines deutschen Polizei-Einsatzfahrzeuges.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

"Anhalten, Polizei" - auf diese rote Leuchtschrift reagieren bisher anscheinend zu wenige Autofahrer. Denn nach Plänen des Verkehrsministeriums sollen die deutschen Polizeiautos nun zusätzlich zu Blaulicht und Martinshorn mit Warnsignalen "ähnlich US-Polizeisirenen" ausgestattet werden. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte einen entsprechenden Medienbericht der Saarbrücker Zeitung gegenüber Süddeutsche.de.

Die amerikanischen Sirenen sollen den Polizeibeamten das Anhalten von Autos im Straßenverkehr erleichtern und dies vor allem sicherer machen. Polizisten müssten durch die heulenden Sirenen, die auch "Yelp" (auf Deutsch "Jaulen") genannt werden, die anzuhaltenden Fahrzeuge nicht mehr überholen.

"Die Polizeibeamten sehen so die Insassen jederzeit vor sich und gegebenenfalls bei Dunkelheit im Scheinwerferlicht des eigenen Fahrzeuges", heißt es im Bundesverkehrministerium. Das diene der Eigensicherung der Beamten.

Durch die Verordnung setzt das Verkehrsministerium einen Beschluss der Innenministerkonferenz um, der Bundesrat soll demnächst zustimmen.