Ein Parkplatz ist eigentlich nichts als ein unansehnliches Stück Asphalt, ästhetisch wenig aufregend, ein Rechteck zwischen dicken weißen Linien. Weil aber alles, was rar ist, schon dadurch begehrenswert wird, ist der Parkplatz zum Kampfgebiet geworden, jedenfalls in den Städten. Es ist ein Kampf zwischen Pendlern, Anwohnern und Einkäufern. Zugleich streitet Vergangenheit mit Zukunft: Früher hieß Freiheit, mit dem Auto ungehindert bis vors Kaufhaus fahren zu können. In einer freiheitlichen Zukunft spielt das Auto eher die Rolle des Störenfrieds, weil es urbanen Lebensraum belegt – vom Kohlendioxid ganz zu schweigen.
JustizDer Parkplatz als Kampfgebiet
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Der Platz zum Parken in den Städten wird knapper – und damit oft genug zum Fall für die Justiz. Die unangefochtene Vorrangstellung des Autos bröckelt.
Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe

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