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Dortmund:Mann soll zwei Kinder vergewaltigt haben

Festnahmen nach Razzia in Herbsleben- Drogen an Minderjährige

Der Verdächtige wurde nach seiner mutmaßlichen ersten Tat wieder entlassen, offenbar unter Meldeauflagen.

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Ein 23-Jähriger soll in Dortmund im Juni eine Elfjährige vergewaltigt haben, wurde danach aber aus der U-Haft entlassen. Danach soll er eine weitere Tat begangen haben.

Ein Mann, der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung einer 13-Jährigen seit einigen Tagen in U-Haft sitzt, soll zuvor bereits ein elf Jahre altes Mädchen vergewaltigt haben. Der 23-Jährige stehe im Verdacht, die Gewalttat gegen das Kind am 20. Juni in Dortmund begangen zu haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er sei nach dem ersten Vorfall nach mehreren Tagen Untersuchungshaft am 3. Juli unter Meldeauflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

"Zu dem damaligen Zeitpunkt wurde keine Fluchtgefahr oder Wiederholungsgefahr gesehen", sagte der Sprecher. Der Afghane soll am vergangenen Freitag dann aber erneut eine Vergewaltigung begangen haben: Sein 13 Jahre altes Opfer lockte er dem Verdacht zufolge in Dortmund in einen Hausflur, dort soll es zu der Tat gekommen sein.

Der Mann war am Samstagmorgen gefasst worden und befindet sich seitdem erneut in U-Haft, wegen schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung, wie der Staatsanwalt schilderte. Ob sich der Verdächtige zu den Vorwürfen inzwischen geäußert habe, sei nicht bekannt.

Am Donnerstag sagte der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) dem ZDF: Wenn es zu einer Verurteilung komme, könne jemand, der einen Schutzstatus hat, diesen verlieren. "Und kann dann auch direkt ins Heimatland zurückgeführt werden."

© SZ/dpa/vs

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