Verbrechen in Südfrankreich Mann in Marseille mit Dutzenden Schüssen getötet

Grausames Verbrechen in Marseille: Mehr als 40 Kugeln feuern drei Unbekannte auf einen Mann, als er die Wohnung seiner Freundin verlässt. Das 27-jährige Opfer war wegen Raubüberfällen und Drogendelikten vorbestraft.

Er verließ am Samstagabend die Wohnung seiner Freundin in Marseille, wenige Augenblicke später war er tot. Drei Unbekannte feuerten Dutzende Schüsse auf einen 27-jährigen, mehrfach vorbestraften Mann. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Sein Auto wurde demnach von mehr als 40 Kugeln durchsiebt, der Tatort war übersät mit Patronenhülsen. Das Opfer war wegen bewaffneter Raubüberfälle und Drogendelikten polizeibekannt. "Das war ein richtiger Hinterhalt", sagte ein Polizist.

Seit dem vergangenen Jahr wurden in Marseille und Umgebung 34 Menschen ähnlich getötet. Die von Armut geprägte Hafenstadt ist der Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gangs aus dem Drogenmilieu.

Nach einem besonders grausamen Doppelmord im März, der sich vor den Augen von Kindern in einer heruntergekommenen Sozialbausiedlung abgespielt hatte, verlangten protestierende Anwohner einen Aufbauplan für die ärmsten Stadtviertel. Andere forderten eine härtere Gangart gegen Verbrecher, wobei ein Kommunalpolitiker sogar den Einsatz von Soldaten im Norden Marseilles empfahl.