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Vatikan:Angriff auf Friedenstauben des Papstes

Krähe und Möwe gegen päpstliche Friedenstaube.

(Foto: AP)

Als Papst Franziskus zwei weiße Tauben aus dem Fenster des Apostolischen Palastes fliegen ließ, war das als Zeichen des Friedens gedacht. Doch die Tiere kamen nur wenige Meter weit, bevor sie von zwei anderen Vögeln heftig attackiert wurden.

Zum Abschluss der "Karawane für den Frieden", einer Tradition junger Katholiken in Italien, wurden wie jedes Jahr zwei weiße Tauben aus einem Fenster des Apostolischen Palastes in die Freiheit entlassen. Zwei Kinder hielten die Vögel in den Händen und ließen sie davonflattern, nachdem ihnen Papst Franziskus die Erlaubnis erteilt hatte. Doch anstatt sich symbolträchtig in die Lüfte zu erheben, wurden die beiden Tauben nach wenigen Metern von zwei anderen Vögeln angegriffen.

Tausende Menschen wurden auf dem Petersplatz Zeugen des Kampfes. Eine Möwe stürzte sich auf das eine, eine Krähe auf das andere Tier. Die Tauben verloren ein paar Federn, konnten sich jedoch Augenzeugenberichten zufolge losreißen. Dann verschwanden sie aus dem Sichtfeld der Beobachter auf dem Petersplatz.

"Es ist nicht klar, was mit den Tauben passierte", heißt es auf der Internetseite des britischen Guardian.

Der Papst hatte die Kinder zuvor angewiesen, die Vögel eher nach unten als nach oben zu werfen, um zu vermeiden, dass die Tiere zurück ins Gebäude flogen. Das war früher häufiger passiert - womöglich hatten die Tauben Angst vor den gefiederten Angreifern im Vatikan.

© Süddeutsche.de/feko/jst

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