Valérie Trierweiler zur Trennung von Hollande:Schuld war die Macht

Lesezeit: 2 min

Valérie Trierweiler zur Trennung von Hollande: Valérie Trierweiler gibt dem Amt ihres Ex-Partners die Schuld an der Trennung.

Valérie Trierweiler gibt dem Amt ihres Ex-Partners die Schuld an der Trennung.

(Foto: AFP)

"Nur weil ich nicht mehr Première Dame bin, heißt es nicht, dass mein Leben zu Ende ist": Valérie Trierweiler, Ex-Partnerin von Frankreichs Präsident, äußert sich in zwei Interviews ausführlich zu ihrem Privatleben. Hollandes Zeit im Elysée habe "etwas kaputt gemacht".

Es ist jetzt fast drei Wochen her, dass das Magazin Closer diese Fotos veröffentlicht hat. Der Präsident der Republik lässt sich zu einem Haus unweit des Elysée-Palastes fahren und morgens wieder abholen. Wie sich herausstellt, verbirgt sich in dem Haus angeblich ein Liebesnest, in dem sich François Hollande mit der Schauspielerin Julie Gayet vergnügt haben soll.

Der Gemütszustand von Valérie Trierweiler, der verlassenen Première Dame, changiert dieser Tage zwischen Verbitterung und trotzigem Optimismus, zwischen Vergangenheitsbewältigung und in-die-Zukunft-Schauen.

Jetzt hat sich die Journalistin gleich in zwei Magazinen über die Trennung geäußert. Beide Interviews entstanden während Trierweilers Indienreise Anfang der Woche. Sie war nach Mumbai gereist, um eine Nichtregierungsorganisation im Kampf gegen den Hunger zu unterstützen. Unterwegs hatte sie zunächst noch gesagt, sie wolle sich zu ihrem Privatleben nicht äußern. "Machen Sie sich um mich keine Sorgen", sagte sie zu Journalisten.

Jetzt erklärt sie sich doch. Schon das Inhaltsverzeichnis des am Freitag erscheinenden Magazins Paris Match, für das Trierweiler eine wöchentliche Literaturkolumen schreibt, verdeutlicht das. "La vie continue" - "Das Leben geht weiter" heißt die eine Geschichte; "Historie d'une rupture" - "Die Geschichte eines Bruchs", ist der zweite Artikel überschrieben.

Die Vorabmeldung auf der Internetseite der Illustrierten trieft geradezu vor Mitgefühl für die Verlassene und von herzzerreißenden Statements.

"Als ich es erfahren habe, hatte ich das Gefühl, von einem Wolkenkratzer herunterzufallen", sagt Valérie Trierweiler. Und weiter: "Nur, weil ich nicht mehr Première Dame bin, heißt es nicht, dass mein Leben aufgehört hat. Das mag vielleicht seltsam klingen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich durch eine Krise gehe. Es ist nicht der erste Trennung in meinem Leben."

Auch in der Zeitschrift Le Parisien hat sich Trierweiler geäußert. Auch dort ist zwischen den Zeilen die Verbitterung spürbar. "18 Worte, fast eines für jeden Monat, den wir seit seiner Wahl zusammen waren." Das ist der einzige Satz, mit dem Trierweiler die von Kritikern als rüde empfundene Erklärung Hollandes kommentiert, in der er die Trennung von seiner langjährigen Partnerin bekanntgab. "Eher enttäuscht als wütend" sei sie, sagt Trierweiler. Und dann: "Ich schließe nicht aus, ein Buch zu schreiben".

Die Schuld für die Trennung gibt sie dem Amt ihres Ex-Partners. Hollande und sie hätten die Macht nicht auf dieselbe Art erlebt. Die Zeit im Elysée-Palast habe "etwas kaputt gemacht". "Ich hätte lieber ein normales Leben gehabt, vielleicht wären wir dann heute noch zusammen", sagt Trierweiler in dem Interview.

Die digitalen Spuren Trierweilers, Fotos auf denen sie bei offiziellen Anlässen zu sehen war, wurden bereits von der Webseite des Elysée-Palastes entfernt. So berichtet Le Lab politique, dass am Sonntag etwa 600 Bilder gelöscht worden seien. "Als hätte Trierweiler niemals existiert", kritisieren die Autoren.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema