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USA:Fünf Radsportler bei Unfall mit Lkw getötet

Lieferwagen rammt Radfahrer bei Las Vegas

Der US Highway 95 musste nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt werden.

(Foto: Christopher Devargas/dpa)

Auf einem Highway in Nevada erfasst ein Lieferwagen eine Radsportgruppe und ihr Begleitfahrzeug. Fünf Menschen sterben am Unfallort, vier werden verletzt.

Bei einem Verkehrsunfall im US-Bundesstaat Nevada sind mindestens fünf Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden, als ein Lieferwagen mehrere Mitglieder einer etwa 20-köpfigen Trainingsgruppe erfasste, teilten die Behörden mit. Der genaue Unfallhergang war zunächst unklar.

Der Fahrer des Lkw sei nach ersten Erkenntnissen nicht alkoholisiert gewesen, als er aus ungeklärten Gründen auf die Fahrradspur am Highway 95 südlich von Boulder City geriet und die Fahrradfahrer von hinten erfasste, wie die Polizei mitteilte. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums von Nevada sagte, der Lkw sei zuvor anscheinend mit einem Begleitfahrzeug der Fahrradfahrer kollidiert. Einige von ihnen waren nach Angaben eines der Überlebenden im Windschatten des Fahrzeugs unterwegs, sie wurden gegen das Auto geschleudert.

Der Lkw-Fahrer zeigt sich kooperativ

Fünf Sportler - vier Männer und eine Frau - wurden am Unfallort für tot erklärt. Einer der Verletzten wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen, ein zweiter Sportler wurde schwer verletzt, ein dritter leicht. Auch der Fahrer des Begleitfahrzeugs kam mit Verletzungen ins Krankenhaus. Der Fahrer des Lieferwagens blieb unverletzt. Er habe sich der Polizei gegenüber kooperativ gezeigt. Die Behörden nahmen Ermittlungen auf.

Ein Mann aus der Gruppe, Michael Anderson, der unverletzt blieb, sagte einem örtlichen Fernsehsender, er und seine Freunde seien am Donnerstag (Ortszeit) auf einer 200 Kilometer langen Fahrt durch Teile von Nevada und Kalifornien gewesen, als es zu dem Unglück kam. "Wir machen diesen Nipton Loop jedes Jahr, ohne Probleme. Dieses Jahr war es einfach der falsche Ort zur falschen Zeit." Vier Stunden nach dem Unfall setzten Anderson und andere Mitglieder der Gruppe sich wieder auf ihre Räder, um nach Hause zu fahren.

© SZ/AP/dpa/nas/mkoh
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