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First Pets:Acht Pfoten und ein Präsident

Fotos: Gemeinfrei, Library of Congress, AP, imago / Collage: Jessy Asmus

Wenn die Bidens in das Weiße Haus einziehen, bringen sie die beiden Schäferhunde Champ und Major mit. Nach vier haustierlosen Trump-Jahren schreiben sie damit eine bewährte Tradition fort. Ein Überblick.

Von Titus Arnu, Oliver Klasen und Max Sprick

Die vergangenen vier Jahre waren Hundejahre für die USA und für die Welt insgesamt, mögen Kritiker sagen, aber sie liegen falsch damit. Denn Donald Trump war einer der ganz wenigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, der glaubte, ohne Haustier regieren zu können. Kein Bellen, kein Maunzen, kein Quieken hallte durch den West Wing im Weißen Haus. Kein süßes Wollknäuel gab es, das der mächtigste Mann der Welt sich hätte auf den Schoß legen und knuffeln können, während der Telefonkonferenz mit Kim Jong Un.

Das ändert sich nun wieder: Wenn Jill und Joe Biden am 20. Januar einziehen, bringen sie Champ und Major mit. Die beiden Schäferhunde haben zusammen alles, was man für eine Polit-Karriere braucht. Zumindest Champ ist regierungserfahren, denn er stand Biden schon zur Seite, als dieser Vize-Präsident war. Beide Hunde haben keine Berührungsängste mit sozialen Medien, denn Jill Biden hat sie schon mehrfach auf Instagram präsentiert. Und es gibt, ganz wichtig in den USA, eine rührige From the gutter to the stars-Story, denn Major wurde als Welpe vergiftet, in einem Tierheim aufgepäppelt und schließlich 2018 von den Bidens adoptiert. Geklärt werden muss zwischen Major und Champ allenfalls noch, wer First und wer Second Dog sein wird. Doch die Geschichte zeigt glücklicherweise, dass eine tierische Doppelspitze im Weißen Haus oft gut funktioniert hat.

© SZ/nas
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