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USA:Fünfjähriger bringt Heroin in die Schule mit

Drogen im Erzählkreis: Ein Grundschüler aus Connecticut hat 50 Päckchen Heroin in den Unterricht mitgebracht. Mutmaßlicher Besitzer der Drogen - der Stiefvater des Jungen.

Als der Junge an der Reihe ist, holt er 50 Tütchen mit weißem Pulver aus seinen Taschen: Ein Fünfjähriger aus Bridgeton im US-Bundesstaat Connecticut hat Heroin in den Unterricht mitgebracht. Der Grundschüler präsentierte den Drogenvorrat seinen Mitschülern - und der schockierten Lehrerin - im Erzählkreis.

Die Polizei nahm noch am selben Tag den Stiefvater des Jungen vorläufig fest, wie die amerikanische Tageszeitung Connecticut Post berichtete. Die Kaution für den 35-Jährigen wurde auf 100.000 Dollar festgesetzt. Dem Verhafteten wird die Gefährdung Minderjähriger, der Besitz und Verkauf von Drogen sowie der Besitz von Drogen im 500-Meter-Umkreis einer Schule vorgeworfen.

Nach Berichten des örtlichen Polizeisprechers Keith Bryant sei der Mann noch am Vormittag in die Schule gekommen und habe verzweifelt nach seinem Stiefsohn gesucht. In einem leeren Klassenzimmer habe er seine Jacke entdeckt - doch ihr Inhalt befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in den Händen der Polizei, die ihren Besitzer daraufhin in Gewahrsam nahm.

Die Lehrerin hatte dem Grundschüler die Drogen abgenommen und den Schulleiter informiert, der sofort die Polizei alarmierte. Insgesamt befand sich in der Jacke Heroin im Wert von 500 Dollar, so Polizeisprecher Bryant.

Das Kind befindet sich vorläufig in der Obhut des Jugendamtes, bis weitere Familienmitglieder ausfindig gemacht werden können.

© Süddeutsche.de/soli/jobr
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