Urteile - Bochum:Schüsse auf Synagoge: Haftstrafe für 37-jährigen Bochumer

Urteile - Bochum: Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Bochum (dpa/lnw) - Zweieinhalb Jahre nach nächtlichen Schüssen auf die Synagoge in Bochum hat das dortige Landgericht einen 37-jährigen Mann verurteilt. Die Richter verhängten am Mittwoch wegen der Attacke auf das Gotteshaus und anderer Brandanschläge drei Jahre und zehn Monate Haft. Dass der Angeklagte die Taten aufgrund einer rechtsextremen Gesinnung verübt hat, konnten die Richter im Urteil nicht sicher feststellen. Der Bochumer hatte zwar eingeräumt, von der NS-Zeit fasziniert zu sein. Der Anschlag auf die Synagoge sei jedoch nicht antisemitisch motiviert, sondern ein Zufall gewesen, hieß es.

Bei der Attacke war eine Glasscheibe an dem Gotteshaus zerstört worden. Überführt wurde der Angeklagte unter anderem durch DNA-Spuren, die an zwei am Tatort gefundenen Projektilen gesichert werden konnten.

Das Urteil ist rechtskräftig; sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hätten auf Rechtsmittel verzichtet, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Abend.

© dpa-infocom, dpa:231206-99-203959/3

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