Süddeutsche Zeitung

Urteil:Brite raucht auf Flugzeugtoilette - neuneinhalb Jahre Haft

Mit seiner Zigarette hatte der Mann einen Mülleimer in Brand gesetzt. Der Besatzung gelang es zunächst nicht, das Feuer zu löschen.

Die Urlaubsreise von John Cox begann mit ein paar Drinks am Flughafen von Birmingham und führt ihn jetzt ins Gefängnis. Denn auch im Flieger trank der 46-jährige Brite weiter und genehmigte sich anschließend noch eine Zigarette auf der Bordtoilette.

Als er die noch brennende Kippe in den Mülleimer warf, fing dessen Inhalt Feuer. Weil es der Crew zunächst nicht gelang den Brand zu löschen, bereitete der Kapitän der Fluglinie Monarch Airlines schon die Notlandung vor. Die Maschine befand sich zu dem Zeitpunkt noch 160 Kilometer vor der ägyptischen Küste. Ziel war Sharm el-Sheikh. Im Zeugenstand sagte der Pilot später, er habe in seiner 20 Jahre dauernden Karriere noch keine dermaßen gefährliche Situation erlebt.

Einem Passagier, der als Feuerwehrmann arbeitete, gelang es schließlich, den Brand zu löschen. Die Maschine mit 200 Passagieren an Bord konnte ihren Flug doch fortsetzen.

In einem ersten Verfahren war der Brite zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Wie die BBC berichtet, hat ein Berufungsgericht in Birmingham diese Strafe jetzt um weitere fünf Jahre erhöht. "Eine Zigarette in eine Bordtoilette zu werfen, ohne darauf zu achten, dass sie aus ist, ist in hohem Maße rücksichtslos", sagte die Richterin.

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SZ.de/dpa/dit/feko
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