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"Urbane Lebensstile":Glück und Unglück in den Metropolen der Welt

Lichter, Lärm, unbegrenzte Möglichkeiten - das Leben in Metropolen ist vielen ein Lebenstraum. Doch wie fühlt es sich wirklich an, Tag für Tag zwischen Millionen fremder Menschen zurechtkommen zu müssen? Fünf Beispiele von Prag bis New York.

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Shanghai, AP

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Lichter, Lärm, unbegrenzte Möglichkeiten - das Leben in Metropolen ist für viele ein Traum. Doch wie fühlt es sich wirklich an, Tag für Tag zwischen Millionen fremder Menschen zurechtkommen zu müssen? Eine Befragung in 14 Großstädten der Welt präsentiert nun einige Einblicke in Glück und Unglück ihrer Bewohner. Fünf Beispiele von Prag bis New York.

Skyline von Shanghai/ Foto: AP

London, AP

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London, das Mekka für Musik- und Modefans, Wohnsitz der Royals und Ziel von Abermillionen Touristen jährlich. Doch hier wohnen - das ist ein anderes Thema. Wie die Studie "Urbane Lebensstile" zeigt, macht London leicht beklommen, verängstigt und einsam - das sagen immerhin zwei von drei Bewohnern.

Dass man hier schnell Anschluss findet, bezweifelt ein Drittel. Teuer ist ein Leben in London umso mehr - ohne viel Geld glücklich leben zu können, halten nur zwölf Prozent der Einwohner für möglich. Eine umweltfreundliche Heimatstadt ist da nur noch gut einem Drittel wichtig.

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Paris, AP

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Paris ist die Stadt der Liebe - aber offenbar nicht für die 39 Prozent der Pariser, die stark bezweifeln, dass man hier leicht Freunde findet. Deprimieren lässt man sich davon, aber nicht so sehr wie in London. Weniger als die Hälfte der Bewohner sprechen in Paris von Gefühlen der Einsamkeit und Beklommenheit in der Großstadt.

Gut verdienen sollte man in der Luxusmetropole, das bestätigen erwartungsgemäß neun von zehn Einwohnern. Doch in einem anderen Zusammenhang bietet die Hauptstadt eine dicke Überraschung: Während die Franzosen generell als recht sorglos in Punkto Umweltschutz gelten, halten 93 Prozent der Pariser eine umweltfreundliche Stadt für unumgänglich.

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Berlin, dpa

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Einsam und deprimiert ist man woanders: In Berlin können nur 40 Prozent Ängste angesichts des Lebens in der Großstadt nachvollziehen. Vielleicht weil man hier leicht Freundschaften schließt, denn das finden zumindest drei Viertel der Befragten.

Und nur die Hälfte denkt, dass Glück in der Stadt viel Geld kostet. Das schadet sicher auch nicht. Stadtluft macht frei? Für 81 Prozent der Berliner keine Frage.

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Manhattan, dpa

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Die Freiheitsstatue steht nicht umsonst in New York: 89 Prozent seiner Bewohner sind überzeugt, dass hier "jeder Einzelne ein Gefühl von Freiheit hat". Das hat seinen Preis, denn zugleich halten 91 Prozent einen gut gefüllten Geldbeutel für unverzichtbar.

Stadtneurotiker Woody Allen ist Symbolfigur von Millionen, denn ganze 59 Prozent seiner Mitbürger kennen die Gefühle von Beklommenheit, Verängstigung und Einsamkeit. Mit Lärm und Dreck kommen sie einigermaßen zurecht - nur knapp zwei Drittel der New Yorker glauben, dass umweltfreundliche Städte lebenswert sind.

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Prag, AP

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In Prag macht nicht nur das berühmte "Tanzende Haus" von Star-Architekt Frank Gehry einen beschwingten Eindruck. In keiner der untersuchten Metropolen sprachen weniger Einwohner von Beklommenheit und Ängsten angesichts der Großstadt (nur 31 Prozent).

Etwa vier von fünf Pragern sind auch der Ansicht, dass man leicht Freunde findet in der Moldau-Stadt. Fast genauso vielen ist Umweltschutz in der Stadt wichtig. Doch die Freiheit, die 88 Prozent der befragten Prager empfinden, hat auch ihren Preis: Ebenso wie in New York oder London herrscht bei fast 90 Prozent die Überzeugung, dass ohne Geld hier von Lebensqualität kaum die Rede sein kann.

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