Süddeutsche Zeitung

Unwetter:Sturm "Frank" flutet den Norden Großbritanniens

Eine neue Unwetterzone sorgt für Stromausfälle in Nordirland - und droht die dritte Hochwasserwelle im Dezember zu verursachen.

Eine neue Unwetterzone hat Großbritannien erreicht. Sturm Frank ist am Mittwochmorgen zunächst über Nordirland hinweggefegt. Etwa 2000 Häuser sind dort ohne Strom, auf dem Flughafen in Belfast mussten zeitweise Flüge verschoben werden.

Am stärksten betroffen sind derzeit die Regionen um Aberdeen im Osten und Glasgow im Westen Schottlands. Auch dort kam es in 5500 Haushalten zu Stromausfällen, Landstraßen und einige Autobahnen mussten gesperrt werden, Fährverbindungen zwischen einzelnen Inseln wurden eingestellt. Die Behörden registrierten aber keine Toten oder Vermissten. Zugleich blieb es mit Temperaturen um zehn Grad vergleichsweise warm.

Auch die bereits in den vergangenen Tagen vom Hochwasser überfluteten Gebiete in Nordengland müssen sich auf weitere schwere Regenfälle gefasst machen - es wäre die dritte Hochwasserwelle in diesem Monat.

In Croston in Lancashire riefen die Behörden Bewohner auf, ihre gefährdeten Häuser zu verlassen. Zugleich klagte die Polizei in der Grafschaft Yorkshire, es habe vereinzelt Plünderungen gegeben.

Nach tagelangem Regen ist in der englischen Ortschaft Tadcaster, ebenfalls in Yorkshire, eine Brücke in den Fluss Wharfe eingestürzt. Zahlreiche Einwohner waren am Dienstagabend Augenzeugen des Unglücks. Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Bauwerk war aber bereits Tage zuvor für den Verkehr gesperrt worden.

Über die Weihnachtstage hatten weite Landesteile im Norden Englands "Land unter" gemeldet, in Städten wie York und Leeds stand das Wasser zeitweise hüfthoch in den Straßen.

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SZ.de/dpa/olkl/fued
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