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Unwetter:Tornado verwüstet Hamburger Osten

  • In Hamburg hat ein Tornado Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt und Kleingärten zerstört.
  • Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus und war mit mehr als 1000 Leuten im Einsatz.
  • Auch im Westen und Südwesten Deutschlands gab es wieder heftige Unwetter und Überschwemmungen.

Ein Tornado hat am Dienstagabend in Hamburg schwere Schäden angerichtet. Es seien im Nordosten der Hansestadt "unzählige Dächer abgedeckt" worden, darunter auch Hochhausdächer, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Windhose entwurzelte Bäume, allein "50 bis 60 massive Alleenbäume" seien umgestürzt und zum Teil auf die Straße gekippt, berichtete er weiter. Von Hochhausdächern seien Funkantennen abgerissen und auf die Straße geweht worden, Kleingärten seien zerstört, zahlreiche Keller seien mit Wasser vollgelaufen. Verletzt wurde offenbar niemand.

Die Feuerwehr erklärte den Ausnahmezustand. Mehr als tausend Kräfte rückten aus, es gab 254 Einsätze. Das Technische Hilfswerk verstärkte die Einsatzkräfte mit etwa 130 Mitarbeitern.

Auch in anderen Teilen Deutschlands wüteten Unwetter. In Niedersachsen stand die Kleinstadt Damme fast völlig unter Wasser. Nach schweren Unwettern kam es zu Überschwemmungen: Drei Viertel des Stadtgebietes standen am Dienstagabend unter Wasser, sagte der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr. Das Unwetter habe gegen 17.15 Uhr begonnen. Innerhalb von 20 Minuten seien 70 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Starker Regen auch im Westen und Südwesten Deutschlands

Ein Polizeisprecher in Damme sagte am Abend, der Regen habe inzwischen aufgehört. "Wir hatten hier schon mal Wasser auf den Straßen stehen, aber so etwas wie heute hatten wir noch nicht." Schon nach wenigen Stunden hatte sich die Lage aber wieder entspannt. Inzwischen stehe kaum noch Wasser in den Straßen, sagte ein Augenzeuge gegen 21.30 Uhr.

Heftige Unwetter mit Hagel und starkem Regen haben erneut auch den Westen und Südwesten Deutschlands getroffen. Vor allem das Ruhrgebiet und das Münsterland waren am Dienstag betroffen - in einigen Städten fielen nach Angaben des DWD binnen einer Stunde 100 Liter Regen pro Quadratmeter. In Baden-Württemberg kam es ebenfalls zu heftigen Regenfällen.